Inklusionsmusical
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Inklusion
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05.09.2015

Kölner Verein "Miteinander leben" erhält NRW-Inklusionspreis Gelebte Inklusion

NRW-Integrationsminister Guntram Schneider überreichte dem Verein "Miteinander leben" am Samstag in Mülheim an der Ruhr den mit 5.000 Euro dotierten ersten Inklusionspreis des Landes Nordrhein-Westfalen.

"Mit dem Inklusionspreis wollen wir zeigen, wie vielfältig Inklusion in NRW bereits gelebt wird", sagte Schneider. Insgesamt vergab er im Rahmen des Landesbehindertentages zehn Auszeichnungen, die mit insgesamt 30.000 Euro dotiert sind.

Preise für verschiedene Einrichtungen

Der aus der Arbeit betroffener Eltern entstandene Verein "Miteinander leben" unterstützt seit nunmehr 50 Jahren das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderungen. Zu den Einrichtungen gehören eine Eltern-Kind-Gruppe, ein inklusives Jugendhaus sowie Wohn- und Freizeitprojekte für Erwachsene. Die Kindertagesstätte des Vereins habe wesentlich dazu beigetragen, dass Sonderkindergärten überall in Deutschland verschwanden, erklärte das Sozialministerium. Darum gab es für "Miteinander leben" den ersten Preis in der Kategorie "Stärkung der Partizipation und Interessenvertretung von Menschen mit Behinderungen". Der mit 4.000 Euro dotierte zweite Preis in der Kategorie "Partizipation und Interessensvertretung" ging an das Netzwerk "Familienbande" aus Kamen. Den dritten Preis und damit 3.000 Euro erhielt der Kölner Verein "Mittendrin - Eine Schule für alle".

Gemeinsamen Alltag gestalten

Geehrt wurden mit dem erstmals vergebenen Inklusionspreis Vereine, Projekte und Initiativen, die den gemeinsamen Alltag von Menschen mit und ohne Behinderungen beispielhaft gestalten. Die Auszeichnungen wurden in fünf Kategorien vergeben - vom Bereich Arbeit über Barrierefreiheit, selbstbestimmte Lebensführung und Freizeit, Kultur oder Sport bis hin zu Bildung und Erziehung.

Die zehn Preisträger kommen aus Essen, Hagen, Kamen, Köln, Münster, Oberhausen, Reichshof sowie dem Kreis Unna. Beworben hatten sich nach Angaben des Sozialministeriums 275 Initiativen. Der Inklusionspreis soll künftig jedes Jahr vergeben werden.

Kulturelle und berufliche Inklusion

Zu den ausgezeichneten Projekte gehört in der Rubrik "Freizeit, Kultur und Sport" das 2013 gegründete Schrägstrichtheater in Münster. Zum Ensemble gehören Menschen mit Behinderungen, Inklusion ist aber auch Thema auf der Bühne. Zudem sorgen Gebärdendolmetscher und eine induktive Höranlage dafür, dass alle Aufführungen barrierefrei sind.

Einen Preis in der Kategorie "Arbeit und Qualifizierung" erhielt der Hagener Autozulieferer Springtec Group. Das Unternehmen beschäftigt seit 2009 behinderte Menschen, die inzwischen knapp ein Fünftel der Belegschaft ausmachen: Von 96 Mitarbeitern haben 18 eine Behinderung.

(epd)

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