Bundesfamilienministerin Schwesig mit Freiwilligen
Bundesfamilienministerin Schwesig mit Freiwilligen

07.04.2014

50 Jahre Freiwilliges Soziales Jahr Schwesig: Freiwilligendienst ist großer Gewinn für Gesellschaft

In den 50-er Jahren organisierten die Kirchen freiwillige Dienste für junge Menschen. Daraus wurde das Freiwillige Soziale Jahr, dessen 50-jähriges Bestehen heute in Berlin mit einem Festakt begangen wurde.

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) hat das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) als großen Gewinn für die Gesellschaft gewürdigt. Für die jungen Teilnehmer sei es zugleich ein Bildungsjahr, das die Persönlichkeitsentwicklung fördere, sagte die Ministerin am Montag bei einer Festveranstaltung zum 50-jährigen Bestehen des Dienstes. Die baden-württembergische Sozialministerin Katrin Altpeter (SPD) sagte, das FSJ bringe "mehr Wärme, Solidarität und Mitmenschlichkeit in die Gesellschaft". Es dürfe aber nicht als "Ausfallbürge für mangelhafte Sozialpolitik" missbrauch werden.

Altpeter sprach als Vertreterin der Länder, in deren Händen die Umsetzung und Gestaltung der meisten Freiwilligendienste liegt.

Eine Erfolgsgeschichte

Schwesig nannte die 50 Jahre eine Erfolgsgeschichte, wobei der Gesetzgeber immer wieder die passenden Rahmenbedingungen geschaffen habe. Nach den Worten der Politikerin soll das FSJ auch mit Blick auf die demografische Entwicklung noch stärker für Mehrgenerationenhäuser gewonnen werden, sowie im Bereich der Integration. Sie sprach sich auch dafür aus, das grenzüberschreitende Engagement für Freiwillige aus dem Ausland, die sich in Deutschland engagieren wollen, zu verbessern.

Altpeter forderte eine weitere Klärung der Stellung des Freiwilligendienstes "im Spannungsfeld zwischen Erwerbsarbeit und ehrenamtlichem Engagement". Das FSJ sei ferner wesentlich bei der Berufsfindung. In Baden-Württemberg entscheide sich jeder zweite Teilnehmer anschließend für einen sozialen Beruf.

Von den Kirchen in die Politik

Die Initiative für das FSJ ging von den Kirchen aus. Bereits in den 1950-er Jahren organisierte die evangelische Kirche freiwillige Dienste, die sich vor allem an junge Frauen richteten. Nur kurze Zeit später startete die Aktion "Jugend hilft" der katholischen Kirche.

Schließlich brachte der damalige Bundesfamilienminister Bruno Heck (CDU) für den freiwilligen Einsatz eine Gesetzesinitiative auf den Weg, die dann 1964 vom Bundestag verabschiedet wurde. Das Gesetz regelt die Einsatzmöglichkeiten der Freiwilligen, ihre pädagogische Betreuung sowie die umfassende soziale Absicherung. Mit der Einführung des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) (1993) und des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) (2011) wurden weitere Engagement-Programme geschaffen.

(KNA)

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