Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi
Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi

17.06.2013

Katholische Kirche glaubt an Öffnung in Birma Tiefgreifender Wandel

Birma ist auf einem guten Weg zu einer demokratischen Gesellschaft: Das Land hat sich in den vergangen zwei Jahren deutlich geöffnet, glaubt der Generalsekretär der katholischen birmanischen Bischofskonferenz.

Die Öffnung des südostasiatischen Landes Birma wird aus Sicht der katholischen Kirche von Dauer sein. In den vergangenen zwei Jahren habe sich dort ein tiefgreifender Wandel vollzogen, sagte der Generalsekretär der katholischen Bischofskonferenz von Birma, Charles Maung Bo, in München. Im Militär gebe es den guten Willen, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen. Das Militärregime hatte das Land über Jahrzehnte international abgeschottet.

Die Stimmung in Birma habe sich durch Reformen und den schnellen Wandel zur Demokratie enorm verbessert, sagte der Erzbischof von Rangun. Für das Regime gebe es nun kein Zurück mehr. Birma sei eines der an Rohstoffen reichsten Länder der Welt. Weil es nicht in Abhängigkeit von China geraten möchte, sei die Öffnung zum Westen die einzige Möglichkeit.

"Aung San Suu Kyi genießt riesige Unterstützung im Land"

Bo äußerte sich zuversichtlich für die nächste Präsidentschaftswahl im Jahr 2015. Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, mit der er persönlich befreundet sei und die er mehrmals während ihres Hausarrests besucht habe, werde die Wahl aller Voraussicht nach gewinnen und das Amt übernehmen. "Sie genießt eine riesige Unterstützung und Zuneigung im Land", sagte er. Dieser Entwicklung könne das Militär keinen Riegel mehr vorschieben.

Allerdings stehe dem Land noch ein weiter Weg bevor. So sei die Menschenrechtssituation vor allem für religiöse Minderheiten nach wie vor schwierig. In dem buddhistisch dominierten Land würden unter anderem Christen und Moslems weiterhin diskriminiert, kritisierte Bo. Es sei beispielsweise nicht erlaubt, neue Kirchen zu bauen. Auch Gebäude, die die Kirche in der Vergangenheit durch Enteignung verloren habe, seien nach wie vor nicht zurückgegeben worden.
 

(epd)

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