Mechthild Heil (2.v.l.) spricht mit Kardinal Reinhard Marx (Archiv)
Mechthild Heil (2.v.l.) spricht mit Kardinal Reinhard Marx (Archiv)

16.11.2020

Frauenverband dringt auf Missbrauchsaufklärung Keine "Verfehlung Einzelner"

Nach der Vorstellung des Aachener Missbrauchsgutachtens fordert die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands eine Änderung der kirchlichen Strukturen. Missbrauch sei keine "Verfehlung Einzelner", so die Vorsitzende Mechthild Heil.

Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) erneuert ihre Forderung an die katholische Kirche nach einer vollumfänglichen Aufklärung des Missbrauchsskandals. Schuldige müssten benannt und mit veränderten Strukturen solle dafür gesorgt werden, dass Missbrauch in Zukunft verhindert werde, teilte der Verband am Montag in Düsseldorf mit.

Das in der vergangenen Woche in Aachen vorgestellte Gutachten zum Missbrauch im Bistum zeige deutlich, dass Missbrauch und dessen Vertuschung sich durch die Strukturen der katholischen Kirche zögen, erklärte Bundesvorsitzende Mechthild Heil. Es könne nicht sein, dass ein Altbischof und Seelsorger um Verständnis dafür werbe, dass Opfergespräche schwierig gewesen seien.

Heil: Machterhaltung über Leid der Opfer

"Mit solchen Aussagen will man die öffentliche Wahrnehmung umkehren und die Taten verharmlosen. Missbrauch darf nicht weiter als 'Verfehlung" Einzelner abgetan werden, sondern als das benannt werden, was es ist: Straftaten, die mitsamt ihrer Vertuschung nur möglich waren, weil das System katholische Kirche ist, wie es ist: ein klerikales streng hierarchisches System, in welchem die Machterhaltung über dem Leid der Opfer steht", sagte Heil.

Die kfd setze sich für tiefgreifende Reformen in der katholischen Kirche ein. Unter dem Motto #MachtLichtAn fordert die kfd die deutschen Bischöfe seit 2018 auf, den Missbrauchsskandal umfassend aufzuklären, aus ihrer Sicht verkrustete Machtstrukturen abzuschaffen, unabhängige Missbrauchsbeauftragte einzusetzen und die kirchliche Sexualmoral zu verändern.

(KNA)

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