Missbrauchsskandal erschüttert Kirche in Chile
Symbolbild Missbrauch in der Kirche
Stanislaw Gadecki, Erzbischof von Posen
Stanislaw Gadecki, Erzbischof von Posen

03.12.2019

Erzbischof Gadecki bittet um Verzeihung für Fehlverhalten seines Vorgängers "Aus tiefstem Herzen entschuldige ich mich"

​Der Posener Erzbischof Stanislaw Gadecki hat um Entschuldigung für den Skandal um seinen Mitte November verstorbenen Vorgänger Juliusz Paetz gebeten. Ihm werden sexuelle Übergriffe gegen Priesterseminaristen vorgeworfen.

"Verzeihung für das Ärgernis, das in der Erzdiözese geschehen ist. Aus tiefstem Herzen entschuldige ich mich bei den Menschen, die sich verletzt fühlen", heißt es in seinem am Sonntag in den Gottesdiensten verlesenen Hirtenbrief zum Advent. Wie jeder wisse, werde Paetz die "Belästigung von Priesterseminaristen" vorgeworfen, so Gadecki, der Vorsitzender der Polnischen Bischofskonferenz ist.

Der am 15. November im Alter von 84 Jahren gestorbene Paetz war von 1996 bis 2002 Erzbischof im westpolnischen Posen. Die Ergebnisse der Ermittlungen gegen ihn hatte der für das kirchliche Verfahren zuständige Vatikan nicht veröffentlicht. Gadecki schreibt in seinem Hirtenbrief, sein Vorgänger habe seine Unschuld beteuert und trotz seines Rücktritts öffentlich keine Reue geäußert.

Beisetzung des Verstorbenen nicht in der Posener Kathedrale

Paetz wurde in einem Familiengrab auf einem Pfarrfriedhof statt in der Posener Kathedrale beigesetzt. Wegen der Vorwürfe der sexuellen Übergriffe hatten Gläubige und Geistliche an Gadecki appelliert, Paetz nicht in der Kathedrale zu bestatten. Eine Beisetzung in dem Gotteshaus bedeute eine "Schändung des Andenkens der dort ruhenden Kirchenmänner", argumentierten sie.

Die Posener Tageszeitung "Glos Wielkopolski" berichtete am Montag, ein Pfarrer habe vom Erzbistum vor wenigen Monaten ein kanonisches Verfahren gegen Paetz gefordert. Es sei unklar, ob der Fall wegen des Todes des emeritierten Erzbischofs eingestellt werde. Auf seiner Internetseite veröffentlichte das Blatt den fünfseitigen Brief des damaligen Rektors des Posener Priesterseminars, Tadeusz Karkosz, von November 2001 an Papst Johannes Paul II. (1978-2005). Darin listet Karkosz Übergriffe von Paetz auf.

Im März 2002 hatte Johannes Paul II. den Rücktritt des damals 67-Jährigen ohne Angabe von Gründen angenommen. Die Bischofskongregation erlegte Paetz seinerzeit Beschränkungen für sein priesterliches Wirken sowie für öffentliche Gottesdienste auf. Nach seinem Amtsverzicht 2002 machte er mehrfach Schlagzeilen, weil er an Versammlungen der Bischofskonferenz und an öffentlichen Messen teilnehmen wollte.

(KNA)

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