Personalkarussel bei der EKD
Synode der EKD

30.03.2019

Kommission soll Missbrauchsfälle in pfälzischer Kirche aufarbeiten "Wir wissen nicht, wie viele Menschen sich melden"

Im November legte die Evangelische Kirche in Deutschland einen Elf-Punkte-Plan zur Aufklärung und Prävention von sexualisierter Gewalt vor. Die Evangelischen Kirche der Pfalz setzt nun eine unabhängige Kommission ein. 

Eine zweiköpfige unabhängige Kommission soll mögliche Fälle von sexuellem Missbrauch im Bereich der Evangelischen Kirche der Pfalz aufarbeiten.

Damit setze die Landeskirche einen Beschluss der Landessynode vom vergangenen November um, sagte die landeskirchliche Missbrauchsbeauftragte Bettina Wilhelm dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Speyer. Bisher seien in der Landeskirche in den vergangenen Jahrzehnten vier Fälle sexuellen Missbrauchs angezeigt und aufgearbeitet worden, aktuelle seien nicht bekannt.

Ehrenamtliche Kommission als externe Ansprechpartner

Der Kommission gehören der Leitenden Rechtsdirektorin Wilhelm zufolge Anja Schraut, Vorsitzende Richterin am Oberlandesgericht Zweibrücken, und die evangelische Theologin, Germanistin und Gestalttherapeutin Ilse Seifert aus Bad Dürkheim an.

Eine dritte Person für die Kommission werde noch gesucht. Deren ehrenamtliche Mitglieder gingen nicht nur möglichen Missbrauchsfällen nach, sondern seien auch externe Ansprechpartner - neben den offiziellen Beauftragten in Landeskirche und Diakonie.

Mit der Einrichtung einer unabhängigen Kommission kommt die Evangelische Kirche der Pfalz einer entsprechenden Aufforderung der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) nach.

Diese hatte im vergangenen November angesichts der Missbrauchsdebatte in der katholischen Kirche einen Elf-Punkte-Plan zur Aufklärung und Prävention von sexualisierter Gewalt verabschiedet. Dieser sieht unter anderem die Erarbeitung eines Maßnahmenkatalogs auf der Basis von Studien vor.

Personelle Aufstockung bei höheren Fallzahlen

Wie viel Arbeit auf die Kommission zukommen werde, sei schwer abschätzbar. "Wir wissen nicht, wie viele Menschen sich melden", sagte Juristin Wilhelm.

Sollte es zu höheren Fallzahlen kommen, werde es eine personelle Aufstockung für die Bearbeitung geben. Bei der Präventionsarbeit gehe es darum, Strukturen und andere "Risikofaktoren", die Missbrauch begünstigten, zu erkennen und zu beseitigen. Betroffene würden ermutigt, sich zu melden und würden auf Wunsch begleitet.

(epd)

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