Purpurkreuze, Symbol für eine geschlechtergerechte Kirche der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands
Purpurkreuze, Symbol für eine geschlechtergerechte Kirche der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands

18.09.2021

Katholische Frauen mit Selbstverpflichtung zum Thema Missbrauch "Es besteht großer Handlungsbedarf"

Bei Missbrauch besteht auch bei der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands Handlungsbedarf, so deren Vorsitzende Mechthild Heil. Einstimming hat der Verband daher eine Selbstverpflichtung beschlossen.

Mit einer Selbstverpflichtung will die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) die Prävention zur Vermeidung von spirituellem und sexuellem Missbrauch an erwachsenen Frauen stärken. Das hat der Verband am Samstag auf seiner Bundesversammlung in Mainz einstimmig beschlossen. Außerdem will die kfd das Bewusstsein dafür stärken, "dass spiritueller und sexueller Missbrauch nicht nur Betroffene sowie die Kirche als Ganzes betrifft, sondern ebenso kirchliche Organisationen - und damit auch die kfd und ihre Mitglieder".

Bisher sei das Thema Missbrauch in der katholischen Kirche vorrangig mit Blick auf sexuellen Missbrauch von Minderjährigen und besonders schutzbedürftigen Personen wahrgenommen worden, so der Verband weiter. Doch mit der Zeit werde "immer offensichtlicher, dass auch Erwachsene zu den Betroffenen zählen. Insbesondere Frauen sind nicht nur in gesellschaftlichen Kontexten, sondern auch in der Kirche Opfer von sexualisierter Gewalt."

Bundesvorsitzende Heil: "Großer Handlungsbedarf"

Studien belegten zudem einen engen Zusammenhang von spirituellem und sexuellem Missbrauch von Frauen, ergänzte die Bundesvorsitzende Mechthild Heil: "Lange Zeit wurde dies nicht öffentlich gemacht, aber jetzt weitet sich der Blick langsam. Es besteht großer Handlungsbedarf, auch für uns als katholischer Frauenverband."

Neben den Täterinnen und Tätern hätten auch diejenigen den Missbrauchsskandal zu verantworten, die als Mitwisser oder aufgrund falscher Parteilichkeit untätig geblieben seien, so Heil weiter: "Betroffene brauchen Menschen, die hinsehen, hinhören und an ihrer Seite stehen. Dazu gehört für uns auch, uns bewusst zu machen, dass auch Lai*innen in die menschenverachtenden Strukturen verstrickt sind. Wir müssen alles dafür tun, dass das in Zukunft nicht mehr passiert."

(KNA)

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