Ein Mann braucht Beistand und Trost
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02.03.2021

60 Jahre Arbeitsstelle für Männerseelsorge der DBK Blinden Fleck Missbrauch wahrnehmen

Mehrere Bischöfe haben die Arbeitsstelle für Männerseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz zu deren 60-jährigem Bestehen gewürdigt. Bischof Schick ist für die Männerseelsorge zuständig und betont die Notwendigkeit der Arbeitsstelle.

Derzeit greife sie "das schambesetzte Thema des Machtmissbrauchs innerhalb der katholischen Kirche gegenüber erwachsenen Männern auf", erklärte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, in einem am Dienstag veröffentlichten Grußwort. Diese Arbeit trage dazu bei, "den größtenteils immer noch blinden Fleck in unserer Kirche wahrzunehmen und Konsequenzen daraus zu erarbeiten". Es brauche eine Institution, die Geschlechterthemen diskutiere und "für die Kirche insgesamt fruchtbar" mache.

Geschlechtergerechtigkeit

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick, der in der Bischofskonferenz für die Männerseelsorge zuständig ist, betonte, er erlebe immer wieder, "wie wichtig Gesprächsangebote und seelsorgliche Begleitung für Männer sind". Die Arbeitsstelle befasse sich auch mit Themen wie Geschlechtergerechtigkeit oder gerechter Verteilung von Erziehungs- und Pflegearbeit. Seelsorge habe die Aufgabe, "die Seele, den Lebenskern des Menschen, zu stärken", erklärte Schick.

Bessere Kommunikation zwischen den Geschlechtern

Der Leiter der Arbeitsstelle, Andreas Heek, sagte, die Männerseelsorge trage zu einer besseren Kommunikation zwischen den Geschlechtern und in die Gesellschaft hinein bei. "Gerade in Zeiten, in denen Polarisierungen auch im Geschlechterdiskurs zuzunehmen scheinen, braucht es eine Instanz auch für Männer, der Versuchung zu widerstehen, entweder direkt frauenfeindliche Tendenzen zu entwickeln oder althergebrachte Männlichkeiten wieder aufleben zu lassen, die ihnen aber letztlich selber schaden", mahnte Heek. "Umso wichtiger ist es, dass Männer auf ihrer Suche nach Gott, nach Sinn, nach Erfüllung unterstützt werden." Dies gelte insbesondere, weil neue Rollenbilder etabliert werden müssten.

(KNA)

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