Werdende Eltern halten sich an den Händen
Werdende Eltern halten sich an den Händen

22.03.2019

Segensfeiern für werdende und junge Eltern "Da ist immer Leben drin"

Die Freude bei werdenden Eltern ist in der Regel sehr groß. Daneben gibt es aber auch so manche Sorgen. Für die Zeit vor und nach der Geburt hat sich das Bistum Essen etwas Besonderes ausgedacht: Eine Segensfeier für Eltern. 

DOMRADIO.DE: Wieso bieten Sie solche Gottesdienste und Segensfeiern an?

Alexander Jaklitsch (Projektleiter von Segensfeiern für Neugeborene und werdende Eltern im Bistum Essen): Es geht uns genau um diese Lebensphase vor einer Geburt, die durch eine Gegensätzlichkeit von Gefühlen gekennzeichnet ist. Da sind Momente intensiven Glücks und Momente von Sorgen, die fast gleichzeitig bei werdenden Eltern da sind. Ich kenne das selber: Ich bin Vater von zwei Kindern, das kleinere ist jetzt ein halbes Jahr alt. Da hat man doch vieles, wo man zumindest nicht ganz sicher ist. Und da tut es gut, einen Moment des Ausruhens zu haben und diesen Segen Gottes zugesagt zu bekommen. Darum geht es eigentlich in beiden Feiern.

DOMRADIO.DE: Wie ist diese Idee entstanden?

Jaklitsch: Es gab diese Feiern immer schon an einzelnen Orten. Wir haben diese Idee aufgenommen. Ich kenne sie von zwei Kolleginnen in Essen, die das ökumenisch gemacht haben - eine evangelische Pfarrerin und eine katholische Pastoralreferentin. Sie haben die Feiern an Kreissaalführungen im Krankenhaus angeknüpft. Da habe ich das kennengelernt und gedacht, auf diese Idee müssen Leute mehr aufmerksam werden.

Wir haben Gleichgesinnte im Bistum und in den evangelischen Landeskirchen bei uns im Ruhrgebiet gefunden und uns vernetzt. Es gibt viele Engagierte vor Ort: Pfarrerinnen und Pfarrer, katholische Kolleginnen und Kollegen, aber eben auch eine ganze Menge Ehrenamtliche aus den Kirchengemeinden, die aus ihren eigenen Erfahrungen wissen, wie wichtig so eine Segnung in dieser Situation ist und die bringen sich ein.

DOMRADIO.DE: Wie gestalten Sie die Feiern?

Jaklitsch: Ganz grundsätzlich ist es ökumenisch getragen und wird von den Pfarrerinnen und Pfarrern vor Ort mitgestaltet. Es ist eine sehr einfache und reduzierte Form: Ein, zwei Lieder, ein Text aus der Heiligen Schrift, der an diese Lebenssituation anknüpft. Es gibt Worte der Psalmen oder aus den ersten Kapiteln des Lukas-Evangeliums, wo es um die Schwangerschaft Mariens geht und die in diese Lebenssituation hinein gelegt wird.

Das Zentrum des Gottesdienstes ist, dass der Familie oder den werdenden Eltern ein persönlicher Segen zugesprochen wird. Es kommen oft die beiden Partner, manchmal auch die werdenden Großeltern dazu. Und in diesem Kreis der Familie beten wir gemeinsam um den Segen.

DOMRADIO.DE: Sie haben gesagt, dass es dieses Angebot an vielen Orten gibt. Wenn man an so einem Gottesdienst teilnehmen möchte: Wo finde ich diese?

Jaklitsch: Wenn sie Informationen suchen, finden Sie die am besten im Internet unter: https://www.segen-beruehrt-neues-leben.de. Da sind viele Termine verzeichnet. In Bochum ist zum Beispiel eine Feier am 4. April,  in Haltern eine am 13. April, in Essen wieder im Mai. Es gibt ganz viele Termine und Orte.

DOMRADIO.DE: Und da sind alle eingeladen, die Kinder erwarten oder schon kleine Kinder haben. Oder darf man auch so hinkommen zu diesen Feiern?

Jaklitsch: Man darf selbstverständlich auch so hinkommen. Es sind alle eingeladen, die sich eingeladen fühlen. Ich muss das vielleicht noch einmal klar sagen: Es gibt zwei verschiedene Arten von Feiern. Es gibt speziell welche für werdende Eltern und speziell Feiern für Eltern mit Babys. Bei den Feiern mit Babys laden wir auch - soweit wir die Adressen haben - alle Eltern ein, die katholisch oder evangelisch sind und ein Kind bekommen haben. Aber zu den Feiern sind grundsätzlich immer alle eingeladen, die sich eingeladen fühlen.

DOMRADIO.DE: Jetzt stelle ich mir zumindest bei den Gottesdiensten mit Babys vor, dass es viel Lärm und ein großes Gewusel in der Kirche gibt. Gibt es deswegen auch einen eigenen Gottesdienst für diese jungen Familien?

Jaklitsch: Ja, selbstverständlich. Das ist ein Gottesdienst, der im besten Sinne des Wortes lebendig ist. Ich wundere mich manchmal, wenn wir Gottesdienste mit 40 Familien mit Babys haben, wie gesammelt doch so eine Atmosphäre sein kann. Und trotzdem ist da immer Leben drin. Im Psalm heißt es, dass Gott sich aus dem Mund von Kindern und Kleinkindern Lob erschafft. Das kann man da ganz besonders erleben und es ist trotzdem eine sehr gesammeltes Stimmung.

Das Interview führte Katharina Geiger.

(DR)

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