Misereor: EU muss Anstrengungen zu Klimaschutz ausweiten

Schwierige und teure Zukunft

Misereor hat die Einigung der europäischen Staats- und Regierungschefs für das Klimaziel 2030 begrüßt. "Es ist ein positives Signal, dass ein neuer Klimaplan noch vor Ende des Jahres fristgerecht beim Weltklimasekretariat eingehen soll."

Jugendliche demonstrieren für Klimaschutz / © MikeDotta (shutterstock)
Jugendliche demonstrieren für Klimaschutz / © MikeDotta ( shutterstock )

Das sagte die Klima-Expertin des Werks für Entwicklungszusammenarbeit, Kathrin Schroeder, am Freitag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

Laut Ratsbeschluss will die EU den CO2-Ausstoß um mindestens 55 Prozent im Vergleich zum Niveau von 1990 senken. Um die Vorgaben des Pariser Klimaabkommens zu erfüllen und effektiv zur Einhaltung der 1,5-Grad-Grenze für die zunehmende Erderhitzung beizutragen, sei allerdings eine Reduktion der Emissionen von 65 Prozent bis 2030 im Vergleich zu 1990 unerlässlich, betonte Schroeder.

Misereor unterstreiche daher "das wichtige Wörtchen 'mindestens'", sagte Schroeder. Es sei auf zeitnahe, notwendige Verschärfungen und konkrete Maßnahmen zur Umsetzung zu hoffen - "vor allem den möglichst schnellen Ausstieg aus der Nutzung von Kohle, Öl und Gas. Je mehr Zeit hier verstreicht, desto schwieriger und teurer wird es in der Zukunft, die Folgen der Klimakrise zu bewältigen."


Quelle:
KNA
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