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Banner zum globalen Klimastreik am Kölner DOMFORUM
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25.09.2020

"Churches for Future" rufen zum Klima-Aktionstag auf "Sorge um das gemeinsame Haus"

Kirchengemeinden und kirchliche Organisationen rufen zur Teilnahme am globalen Klima-Aktionstag und Klimastreik an diesem Freitag auf. In Köln macht ein großes Aktionsbanner in der Innenstadt auf den Tag aufmerksam.

Mit Fotos ihrer Turmuhren, die auf "5 vor 12" stehen, forderten Kirchen weltweit mehr Klimagerechtigkeit und ein sofortiges Handeln, betonte das Bündnis "Churches for Future" am Dienstag und erklärte sich solidarisch mit den Anliegen der "Fridays for Future"-Bewegung. Zwar berücksichtige das Konjunktur- und Zukunftspaket infolge der Corona-Krise den Klimaschutz als wichtige Zielsetzung, die klimafreundliche Steuerungswirkung müsse aber noch stärker werden.

Bundesweit beteiligen sich den Angaben zufolge Kirchengemeinden und kirchliche Initiativen am Klimastreik mit Aktionen, Andachten, Gebeten, Glockenläuten oder der Teilnahme an den Demonstrationen. Beim bislang größten globalen Klimastreik am 20. September 2019 waren in Deutschland 1,4 Millionen Menschen auf die Straße gegangen.

Tiefgreifende ökosoziale Veränderungen gefordert

Gemeinsam mit einigen Partner-Organisationen weist das Stadtdekanat Köln mit einem großen Aktionsbanner am DOMFORUM auf den Globalen Klimastreik und den dringenden Handlungsbedarf in Sachen Klimaschutz und Klimagerechtigkeit hin. "Jede und jeder von uns hat es persönlich in der Hand, durch sein Verhalten die Schöpfung für diese und folgende Generationen zu zerstören – oder zu bewahren", so der Kölner Stadtdechant Msgr. Robert Kleine.

"Angesichts der globalen Herausforderungen brauchen wir eine tiefgreifende ökosoziale Veränderung, die die Lebensgrundlage aller schützt und Zivilgesellschaft, Gemeinwohl und Demokratie stärkt", sagte Ludwig Kuhn, Leiter der Diözesanstelle Weltkirche im Bistum Trier. "Die Sorge um das gemeinsame Haus, wie es Papst Franziskus sagt, muss ein roter Faden in den Anstrengungen nach der Corona-Krise sein."

Katholische Jugend pocht auf mehr Klimaschutz  

Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) ruft ebenfalls zur Teilnahme an den Klimaschutz-Demonstrationen am Freitag auf. "Als junge Generation sind wir in Deutschland die Ersten, die die
Folgen der Klimakatastrophe zu spüren bekommen werden. Gleichzeitig sind wir die letzte Generation, die die Schäden begrenzen kann", erklärte der Bundesvorsitzende Gregor Podschun am Donnerstag in Düsseldorf. 

Er betonte mit Blick auf den Globalen Süden: "Uns muss klar sein, dass die Katastrophe weltweit längst begonnen hat. Schon heute blicken junge Menschen weltweit, besonders in ärmeren Ländern,
aufgrund der gravierenden negativen Auswirkungen der Klimakatastrophe in eine ungewisse Zukunft." Der Unterstützerkreis des Klimastreiks, zu dem der BDKJ gehört, fordert, dass die Treibhausgasemission auf europäischer Ebene um 65 Prozent bis 2030 reduziert werden müsse. Der Verband forderte zudem, dass bei der Verabschiedung von Konjunkturpaketen auf nationaler und
europäischer Ebene die Entscheidungsträger zukünftige Generationen in den Blick nehmen und eine sozial-ökologische Transformation zum Ziel haben müssten.

Hilfswerke warnen vor Mischung aus Klima- und Corona-Krise

Laut Sabine Minninger, Referentin für Klimapolitik beim evangelischen Hilfswerk "Brot für die Welt", vermischen sich die Klima- und die Corona-Krise in verschiedenen Entwicklungsländern zu einem toxischen Cocktail. "Hier zeigt sich, wie brutal die eine Krise die andere verstärkt. Sie treffen die Ärmsten und die Verletzlichsten am härtesten und zwingen Familien in extreme Armut."

Auch Kathrin Schroeder vom katholischen Hilfswerk Misereor betonte, dass die finanziellen Mittel, die nach der Corona-Pandemie weltweit für die Unterstützung der Wirtschaft mobilisiert werden, auch zum Klimaschutz in allen Staaten beitragen müssten. Ziel sei, die Erderwärmung auf unter 1,5 Grad zu begrenzen, wie im Pariser Klimaabkommen vereinbart. Niemand dürfe zurückgelassen werden.

(epd, DR, KNA)

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