Die Hungernden in der Welt werden nicht weniger
Kind in Äthiopien

02.12.2019

Weltklimagipfel in Madrid beginnt Hilfsorganisationen fordern zu raschem Handeln auf

Zum Start der Weltklimakonferenz am heutigen Montag in Madrid fordern mehrere Hilfsorganisationen die Weltgemeinschaft zum raschen und entschlossenen Handeln auf.

Oxfam berichtet in einer neuen Studie von einer Zunahme der Zahl der Klimaflüchtlinge. "Klimakatastrophen waren in den letzten zehn Jahren die Hauptursache für Binnenvertreibungen, die schätzungsweise 20 Millionen Menschen pro Jahr aus ihren Häusern vertrieben haben", heißt es in dem Bericht mit dem Titel "Forced from home".

Klimabedingte Wirbelstürme, Überschwemmungen und Waldbrände führten siebenmal häufiger zur Flucht von Menschen als Vulkanausbrüche oder Erdbeben und dreimal häufiger als Konflikte, so Oxfam weiter. Der Bericht nennt für das Jahr 2012 noch 188 "klimabedingte Katastrophen", für 2018 insgesamt 1.518, also mehr als achtmal so viele. Besonders betroffen seien Menschen in den armen Ländern.

Die Leidtragenden: vor allem Kinder

Auch die Kinderrechtsorganisation Save the Children warnt vor dramatischen Folgen des Klimawandels. Aktuelle Analysen belegten, dass sich dadurch 2019 zum Beispiel im östlichen und südlichen Afrika für 33 Millionen Menschen die Ernährungslage dramatisch verschlechtert habe, erklärte die Organisation am Montag in Berlin.

"Die Hälfte der Betroffenen sind Kinder. Überschwemmungen, Erdrutsche, Dürren und Wirbelstürme haben maßgeblich diese lebensbedrohende Situation verursacht und in der Region bereits 1.200 Menschenleben gefordert", so die Organisation. Die Staats- und Regierungschefs der Welt müssten beim Gipfel die Mittel für humanitäre Hilfe im gesamten östlichen und südlichen Afrika aufstocken.

Dramatische Hungersnot in Afrika

Die SOS-Kinderdörfer warnen vor einer "nie dagewesenen Hungersnot" insbesondere in Afrika. Die internationale Staatengemeinschaft müsse rasch handeln gegen die weitere Erderwärmung, denn deren "verheerende Folgen" seien vor allem für die Menschen in Afrika schon heute eine "Frage von Leben und Tod."

Als aktuelles Beispiel führt die Hilfsorganisation Simbabwe an, das vor einer beispiellosen Hungersnot stehe. Ohne intensive humanitäre Unterstützung seien zahlreiche Menschen vom Hungertod bedroht: "Kinder sind besonders gefährdet, weil sie kaum Reserven haben, um eine solche Mangelsituation zu überstehen."

Die Zunahme extremer Wetterphänomene sei vor allem durch den Klimawandel verursacht. Auch Nachbarländer wie Malawi und Mosambik seien von Dürre betroffen, und am Horn von Afrika hätten Äthiopien, Somalia und Kenia mit Lebensmittelknappheit aufgrund von Trockenheit zu kämpfen. Nötig sei nun ein "entschiedenes Handeln", kurzfristig um die Menschen vor dem Hungertod zu bewahren, langfristig, um die Folgen des Klimawandels abzumildern.

(KNA)

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