Kirchen treten für die Bewahrung der Schöpfung ein
"Churches for Future": Engagement für mehr Klimaschutz

28.11.2019

Forderungen nach Klimagerechtigkeit vor dem Weltklimagipfel Starkes Zeichen der Zivilgesellschaft fürs Klima

Im Vorfeld des Weltklimakonferenz fordern zahlreiche Verbände und Hilfsorganisationen entschiedenes Handeln. Schwächere Regionen, die vom Klimawandel betroffen sind, dürfen nicht allein gelassen werden, so die Katholische Landjugendbewegung.

Verbände und Hilfsorganisationen haben im Vorfeld des Weltklimagipfels Klimagerechtigkeit gefordert. Es sei eine "Frage der Verantwortung", dass wirtschaftsstarke CO2-Produzenten vom Klimawandel betroffene schwächere Regionen mit den Folgen nicht alleine ließen, sagte der Bundesvorsitzende der Katholischen Landjugendbewegung Deutschlands (KLJB), Stephan Barthelme, am heutigen Donnerstag in Bad Honnef bei Bonn. Am morgigen Freitag sind im Vorfeld der Weltklimakonferenz im ganzen Bundesgebiet mehr als 500 Klimastreikaktionen der Jugendumweltbewegung "Fridays For Future" geplant.

Ergebnisse der Weltklimakonferenz gefordert

Die Weltklimakonferenz müsse ihrem Motto "Zeit zu handeln" gerecht werden und Ergebnisse liefern. Die Zivilgesellschaft habe in diesem Jahr "ein starkes Zeichen für das Klima" gesetzt und sei nun zunehmend frustriert über die bisher "viel zu geringen politischen Konsequenzen", so der Jugendverband.

Die Hilfsorganisation "Brot für die Welt" forderte im Vorfeld des Weltklimagipfels zusätzliche finanzielle Unterstützung für die Opfer des Klimawandels. Mit humanitärer Hilfe sei wenig auszurichten, da sie schon jetzt nicht ausreiche, um die Folgen von Kriegen und Naturkatastrophen zu bewältigen.

Der Klimawandel verursacht nach Angaben der Organisation drei Milliarden Dollar an Schäden jährlich, und die Tendenz sei steigend. "Arme Länder und Menschen im Süden ohne irgendwelche Reserven können damit aus eigener Kraft unmöglich fertig werden", sagte die Präsidentin Cornelia Füllkrug-Weitzel.

Klimagerechtigkeit heißt Verantwortung

Sie beklagte, dass vor allem diejenigen Menschen die Konsequenzen des Klimawandels tragen müssten, die ihn nicht aktiv verursachten. Vielmehr seien die wirtschaftsstarken G20-Staaten für 80 Prozent der globalen Emissionen verantwortlich. "Klimagerechtigkeit würde bedeuten, dass die Staaten für die Schäden Verantwortung übernehmen, die sie verursachen," so Füllkrug-Weitzel weiter.

Die Hilfsorganisation Care forderte die Regierungen der COP25 dazu auf, mehr Unterstützung für durch den Klimawandel verursachte Verluste und Schäden in Form von zusätzlichen 50 Milliarden Euro bis 2022 bereitzustellen. Außerdem müssten die nationalen Klimapläne bis 2020 verschärft werden. "Schluss mit dieser Politik der kleinen Schritte", forderte der klimapolitische Koordinator der Hilfsorganisation, Sven Harmeling.

Klimawandel Ursache für Krisen und Konflikte

Der Klimawandel sei nicht nur ein ökologisches Problem, sondern auch ein starker Treiber für Krisen und Konflikte und führe in der Folge häufig zu großen Fluchtbewegungen, betonte die internationale Kinderhilfsorganisation World Vision. Sie forderte vor dem Weltklimagipfel deswegen, die Folgen des Klimawandels in alle Maßnahmen vorausschauender Friedenspolitik einzuplanen.

Vom 2. bis 13. Dezember findet in Madrid die 25. Klimakonferenz der Vereinten Nationen unter der Präsidentschaft Chiles statt, wo die Konferenz ursprünglich stattfinden sollte. 

(KNA)

Sommeraktion: Meine Heimatkirche

Die Sommeraktion von DOMRADIO.DE: Wir suchen Ihre Heimatkirche. Laden Sie ein Bild hoch und erzählen Sie uns Ihre Geschichte!

Messenger-Gemeinde

Tageskalender

Radioprogramm

 06.08.2020
06:30 - 10:00 Uhr

DOMRADIO - Der Morgen

  • Solidarität in Corona-Zeiten “Quarantänehilfe. Miteinander-füreinander: Köln Nippes“
  • Bischof Peter Kohlgraf zum 75. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima
10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

  • Katastrophale Lage im Libanon - Misereor hilft
  • Jesuit zum 75. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima
  • Wie geht's jetzt weiter mit dem Religionsunterricht?
10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

  • Katastrophale Lage im Libanon - Misereor hilft
  • Jesuit zum 75. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima
  • Wie geht's jetzt weiter mit dem Religionsunterricht?
15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Nachmittag

15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Nachmittag

19:00 - 22:00 Uhr

DOMRADIO Der Abend

22:00 - 22:30 Uhr

DOMRADIO Nachtgebet

Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

Wichtig: Kein DAB+ mehr in NRW ab Juli

Leider sendet DOMRADIO ab Juli nicht mehr über DAB+ in NRW. Laden Sie sich doch unsere App herunter – kostenlos in den Stores. DOMRADIO hören Sie auch übers Internetradio, Smartspeaker, andere gängige Radio-Apps, in Köln auf UKW 101,7, in Berlin/Brandenburg über DAB+ und natürlich auf DOMRADIO.DE.

Himmelklar Podcast

durchatmen – Der Seelsorge Podcast

Im Video: Täglicher Gottesdienst

Sehen Sie hier den täglichen Gottesdienst aus dem Kölner Dom. An Werktagen ab 9 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ab 12 Uhr in der Mediathek.

Weihbischof Puff: täglicher Impuls und Fürbitten

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Jeden Sonntag neu.

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…