Archivbild: Papst Franziskus mit Indigenen im Rahmen der Amazonassynode 2019
Papst Franziskus bei einer Zeremonie mit Indigenen aus dem Amazonasgebiet

27.11.2019

Ratifizierung der ILO-Konvention für Indigene gefordert Rechte indigener Völker gegen wirtschaftlichen Profit

Adveniat und Kardinal Barreto aus Peru fordern vor EU-Abgeordneten eine rasche Umsetzung der Konvention zum Schutz indigener Völker. Deutschland hat die Konvention noch nicht ratifiziert. Leben wir auf kosten der Menschen und der Natur im Amazonas?

Das kirchliche Hilfswerk Adveniat fordert mehr internationalen Druck für die rasche Ratifizierung der Konvention 169 zum Schutz indigener Völker. Es brauche "internationalen Druck, damit die Rechte der indigenen Völker, ihre Territorien und ihre Kultur umfassend anerkannt, geschützt und gefördert werden", sagte der peruanische Kardinal Pedro Ricardo Barreto Jimeno am heutigen Mittwoch vor EU-Abgeordneten in Straßburg.

Bislang wurde die sogenannte Konvention 169 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) von fünf EU-Staaten ratifiziert, darunter den Niederlanden und Luxemburg, nicht jedoch Deutschland. Das EU-Parlament rief die EU-Mitgliedstaaten im Juli 2018 in einer Resolution auf, die Konvention zu ratifizieren.

Weltweite Solidarität gefordert

Kardinal Barreto forderte: "Wir müssen auf die eine soziale und ökologische Krise, auf die Papst Franziskus in seiner Enzyklika 'Laudato si' hingewiesen hat, in weltweiter Solidarität antworten." Die EU und ihre Mitgliedstaaten müssten dazu ihren Beitrag leisten und ihre Handelsbeziehungen mit lateinamerikanischen Staaten an sozialen und ökologischen Standards ausrichten, so der Erzbischof von Huancayo.

Adveniat-Geschäftsführer Stephan Jentgens kommentierte: "Es kann nicht sein, dass wir Europäer die Menschen und die Natur am Amazonas für unseren Konsum und unseren wirtschaftlichen Profit ausbeuten." Jentgens kritisierte in diesem Zusammenhang das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay, Chile und Paraguay. Solche Handelsabkommen bedrohten massiv die Menschenrechte sowie den Klima- und Umweltschutz in der Region". Menschenrechte und Umweltnormen müssten mehr zählen als Investorenrechte.

(KNA)

Im Video: Täglicher Gottesdienst

Sehen Sie hier den täglichen Gottesdienst aus dem Kölner Dom. An Werktagen ab 9 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ab 12 Uhr in der Mediathek.

Lieblingsorte im Kölner Dom

Dompropst, Dommusiker, Domlektorin, Domdechant und andere mehr: Sie alle haben uns ihre Lieblingsorte im Kölner Dom verraten.

Tageskalender

Radioprogramm

 27.10.2021
06:30 - 10:00 Uhr

DOMRADIO - Der Morgen

  • Ehemalige Domradio-Moderatorin ist jetzt Karnevalsprinzessin - Silvia Ochlast vor Beginn der Session
  • Mutig Gutes tun - Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Köln ehrt ehrenamtliche Jugendliche und Kinder
10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Nachmittag

15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Nachmittag

19:00 - 22:00 Uhr

DOMRADIO Der Abend

  • Preisverleihungen "Mutig Gutes tun"
  • 30 Jahre Seligsprechung Adolf Kolping
  • Pandemie-Situation in Moldawien
22:00 - 22:30 Uhr

DOMRADIO Nachtgebet

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Schabbat Shalom: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland – der Podcast

Jeden Freitag nehmen uns junge Jüd:innen in diesem Podcast mit in die Welt des Judentums. 

Himmelklar Podcast

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…