Demonstranten beim "Marsch für das Leben"
Demonstranten beim "Marsch für das Leben"

19.09.2019

Erneut "Marsch für das Leben" in Berlin Appelle von Kirchenvertretern und Papstgrüße

Zum 15. "Marsch für das Leben" an diesem Samstag in Berlin werden erneut mehrere tausend Teilnehmer aus ganz Deutschland erwartet. In vorab veröffentlichten Erklärungen würdigen Spitzenvertreter der katholischen Kirche den Marsch.

Die Kundgebung gegen Abtreibung und aktive Sterbehilfe beginnt um 13 Uhr vor dem Reichstag, wie der "Bundesverband Lebensrecht" mitteilte.

Der Bundesverband Lebensrecht ist die Dachorganisation von 13 Lebensschutzorganisationen, die Veranstalter des Demonstrationszugs, der fünf Kilometer durch das Stadtzentrum führt. Zum Abschluss findet gegen 17.30 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst statt. Erwartet werden unter anderen der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer, der Passauer Bischof Stefan Oster, Weihbischof Florian Wörner aus Augsburg und Weihbischof Matthias Heinrich aus Berlin.

2018 hatte der Marsch rund 5.500 Teilnehmer. Er wurde durch rund 500 Polizisten vor etwa 1.000 Gegendemonstranten abgeschirmt.

Grüße von Papst Franziskus

In vorab veröffentlichten Erklärungen würdigen Spitzenvertreter der katholischen Kirche den Marsch. So überbrachte der Apostolische Nuntius, Erzbischof Nikola Eterovic, die Grüße von Papst Franziskus. Eterovic nannte die Teilnehmer "ein Licht zur Orientierung in christlicher Verantwortung".

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, lobte den "beharrlichen Einsatz" der Teilnehmer dafür, "dass die Würde des Menschen unantastbar ist". Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki nannte deren Engagement einen "wichtigen Dienst an unserer Gesellschaft".

Berliner Erzbischof: Mutiges Zeugnis

Der Berliner Erzbischof Heiner Koch hat dem "Marsch für das Leben"seine Unterstützung zugesagt. In einem vorab veröffentlichten Grußwort dankt er den Teilnehmern, "dass Sie sich gerade angesichts des Schweigens so vieler öffentlich für den Schutz auch des ungeborenen Lebens einsetzen". Dies sei ein mutiges Zeugnis. "Auch für Ihre Beratungs-, Hilfs- und Unterstützungsangebote, für Gespräche und Aktionen, für Spenden und Informationen danke ich Ihnen von Herzen", betont der Erzbischof des Erzbistums Berlin.

Genauso engagiert wie gegen den Missbrauch von Kindern müsse der Einsatz der Kirche zum Schutz der ungeborenen Kinder sein, fordert Koch. "Unser Einsatz für sie ist ein Gradmesser unserer Glaubwürdigkeit auf vielen anderen Gebieten, auf denen wir uns politisch, caritativ und persönlich für den Schutz bedrohten menschlichen Lebens einsetzen: des Lebens von Flüchtlingen und Verfolgten, des Lebens von Menschen mit Handicaps, des Lebens von Familien in Armut, des Lebens sterbender Menschen."

Der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker würdigte den Marsch als "großherziges und unmissverständliches Zeugnis". Der Freiburger Erzbischof Stephan Burger rief die Teilnehmer auf, "ein Zeichen für das unverfügbare Leben zu setzen". Bischof Heinrich Timmerevers mahnte, je weniger die Würde des Menschen vom Anfang bis zum Ende respektiert werde, "desto klarer und konsequenter müssen wir für sie eintreten".

Solidarität kleinerer Kirchen

Ihre Solidarität mit dem Marsch bekundeten auch Repräsentanten kleinerer Kirchen. So wünschte Generalsekretär Christohp Stiba vom Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden den Teilnehmern, "die Würde des Menschen im Blick zu behalten und entsprechen dieser Würde zu reden und zu handeln". Seine Unterstützung sicherte auch der Vorsitzende der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland, der griechisch-orthodoxe Metropolit Augoustinos, zu.

Abtreibungsbefürworter wie die Aktion "75" sagte dagegen, dass Abtreibungen durch ein Verbot nicht verhindert würden, sondern unter unsicheren Bedingungen stattfänden. Bündnissprecherin Maria Strawatzki verwies auf Statistiken wonach jährlich weltweit mindestens 27.000 Frauen an den Folgen geheimer Abtreibungen stürben.

(KNA)

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