Abtei Münsterschwarzach
Abtei Münsterschwarzach
Elektroauto der Benediktiner der Abtei Münsterschwarzach
Elektroauto der Benediktiner der Abtei Münsterschwarzach

28.08.2018

Abtei Münsterschwarzach setzt auf erneuerbare Energien "Unsere CO2-Bilanz sinkt unter Null"

Die Abtei Münsterschwarzach setzt seit vielen Jahren auf nachhaltige Energiequellen. Nun haben die Mönche ein Elektroauto gekauft. Wie sie es schaffen, ihre CO2-Bilanz zu senken, erklärt Pater Maximilian im DOMRADIO.DE-Interview. 

DOMRADIO.DE: Was für ein Elektroauto ist das denn, das Sie sich zugelegt haben?

Pater Maximilian (Presseamt Abtei Münsterschwarzach): Wir haben einen Renault Zoe gekauft, ein Fahrzeug, das unsere Anforderungen vor allem in Bezug auf die Reichweite ganz gut erfüllt.

DOMRADIO.DE: Ich nehme an, Sie haben es ausprobiert. Wie fährt sich das gute Stück?

Pater Maximilian: Es fährt sich sehr gut. Man kann durchaus sportlich damit fahren das macht richtig Spaß. Aber wenn man zudem noch Energie sparen will, muss man den Gasfuß im Griff haben.

DOMRADIO.DE: Sie wollen selbst den Strom für den Wagen herstellen. Wie genau soll das gehen?

Pater Maximilian: Das wollen wir nicht nur, das machen wir sogar schon. Wir produzieren über eine Biogasanlage mit Photovoltaikanlagen Strom in größerer Menge - seit diesem Jahr auch mit einer neuen dritten Photovoltaikanlage, die direkt auf dem Dach der Garage montiert ist. Mit diesem Strom wollen wir natürlich auch Autofahren.

DOMRADIO.DE: In der Abtei Münsterschwarzach haben Sie schon eine sehr lange Tradition in Sachen regenerative Energie.

Pater Maximilian: Das ist richtig. Die reicht genau genommen schon viele Jahrhunderte zurück, denn schon in der alten Abtei vor ungefähr 800 Jahren wurde ein Mühlbach angelegt, der  mit Wasserkraft eine Mühle betrieb. Diese Wasserkraft nutzen wir auch heute noch, um einen Generator anzutreiben. Insgesamt haben wir mittlerweile seit fast 20 Jahren hier ein Energieprojekt laufen, mit dem wir versuchen, ganz auf fossile Brennstoffe zu verzichten.

DOMRADIO.DE: Wie ist denn die Bilanz bisher?

Pater Maximilian: Wenn man alles zusammenrechnet, dann erzeugen wir unter dem Strich mehr Energie als wir selbst verbrauchen. Das heißt, unsere CO2-Bilanz sinkt dann tatsächlich unter Null.

DOMRADIO.DE: Das klingt gut. Kommen wir zurück zum Elektroauto. Wollen Sie erstmal testen, wie es läuft und dann weiter umrüsten?

Pater Maximilian: Zunächst ist es eine Versuchsphase. Wir testen verschiedene Dinge. Zum einen: Wie ist das so im Alltag? Wie können die Mitbrüder, die das Auto nutzen, damit umgehen? Ist das praktikabel? Wir schauen auch von der finanziellen Seite her, ob es sich lohnt. Das haben wir schon durchgerechnet, da sind wir sehr zuversichtlich. Wenn sich herausstellt, dass das positiv ist, dann ist auch denkbar, dass wir das noch erweitern.

DOMRADIO.DE: Ich nehme an, dass hinter alldem die Überzeugung von Papst Franziskus steckt, die er in seiner Umweltenzyklika "Laudato si" ausführlich entfaltet hat: Dass wir wirklich alles tun müssen, um die Schöpfung zu bewahren und zu schützen, oder?

Pater Maximilian: Da sind wir ganz auf einer Linie mit Papst Franziskus. Unser Ordensgründer, der Heilige Benedikt, hat uns vielmehr schon vor 1.500 Jahren mitgegeben, es soll alles behandelt werden, wie heiliges Altargerät. Da gehört natürlich auch die Umwelt und die Schöpfung dazu.

Wir sollen die Schöpfung mit der gleichen Ehrfurcht behandeln wie die goldenen Kelche, die wir im Gottesdienst nutzen. Wir versuchen die Schöpfung zu erhalten, damit nicht nur wir heute hier gut leben können, sondern auch die nachfolgenden Generationen.

DOMRADIO.DE: Sie produzieren ihren Strom für die Abtei komplett selbst und haben eine CO2-Bilanz, die gegen Null geht. Wollen Sie damit auch andere Orden und kirchliche Einrichtungen inspirieren?

Pater Maximilian: Wenn uns das gelingt, wäre das super. Wir sind auch immer wieder bereit, anderen behilflich zu sein. Pater Christoph hat diese Energieprojekte wesentlich mit aufgebaut und hält auch immer wieder Vorträge zu diesem Thema. Wir hoffen, dass das auch nach außen hin eine entsprechende Wirkung hat.

Das Interview führte Hilde Regeniter.

(DR)

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