Methodistenbischof Rückert zur Kirchenspaltung
Synodaler Weg: Kritiker befürchten Kirchenspaltung
Bischof Peter Kohlgraf
Bischof Peter Kohlgraf

29.12.2019

Bischof Kohlgraf zum Synodalen Weg Nicht mehr "die da oben, die da unten"

"Gemeinsame Wege" zwischen Kirchenvertretern und Laienkatholiken finden - darin sieht der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf die Aufgabe des katholischen Reformprozesses, dem synodalen Weg. Wenn dies gelänge, wäre schon viel gewonnen, so Kohlgraf. 

Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf sagte am Wochenende im SWR Fernsehen, im Moment rede man in der Kirche zu oft übereinander nach dem Motto "die da oben, die da unten".  Auf dem Synodalen Weg gehe es jetzt darum, "gemeinsame Wege zu finden". Kohlgraf sagte weiter in der Sendung "SWR Aktuell Rheinland-Pfalz": "Wenn wir da weiter kommen, dann haben wir auch über den Synodalen Weg hinaus gute Fortschritte gemacht."

Mit welcher Haltung wird Leitung in der Kirche ausgeübt?

Bischof Kohlgraf hatte mehrfach auf die Bedeutung des Synodalen Weges hingewiesen. Zuletzt in seiner Predigt am Sonntag, 25. November, in Mainz-St. Peter. Dort sagte er: "Wir beginnen in Deutschland am kommenden ersten Advent den Synodalen Weg, der vor dem Hintergrund der Missbrauchsstudie auch das Thema der Macht in der Kirche in den Blick nimmt. Manche warnen, das sei eine oberflächliche Strukturdebatte, die geistlich und inhaltlich nichts bewirke. Ich kann diesen Einwand nicht akzeptieren. Es geht ja nicht um die Frage der Farbe der bischöflichen Kleidung oder die Höhe der Mitra auf dem Kopf des Bischofs. Es geht um die Frage, mit welcher Haltung Leitung in der Kirche ausgeübt wird."

Kohlgraf gehört zu den Teilnehmern der ersten Plenarversammlung. Weitere Teilnehmer sind der Mainzer Weihbischof und Generalvikar Dr. Udo Markus Bentz, Pfarrer Markus Konrad als Vertreter aus dem Priesterrat sowie Martin Buhl, Mitglied des Katholikenrats im Bistum Mainz, der von Seiten des ZdK entsandt wird. Ansprechpartnerin im Bistum Mainz für den Synodalen Weg ist Martina Reißfelder, Geschäftsführerin der Diözesanversammlung und des Katholikenrates im Bistum Mainz.

Synodalkerze im Mainzer Dom angezündet

Zu Beginn der Adventszeit hatte Kohlgraf die Menschen in seinem Bistum darum gebeten, den Synodalen Weg der Katholischen Kirche in Deutschland "mit aktivem Interesse und im Gebet" zu begleiten. Das geht aus einem Brief hervor, den der Mainzer Bischof an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bistum Mainz geschickt hat. Gleichzeitig mit dem Brief sind zahlreiche Materialien zum Synodalen Weg an die Pfarreien des Bistums versandt worden.

Am ersten Adventssonntag wurde zudem eine so genannte Synodalkerze gesegnet und entzündet. In seiner Ansprache sagte Ehrendomkapitular Monsignore Engelbert Prieß: "Heute am ersten Advent schauen wir auf den Weg unserer Kirche. Und wir sehen, dass da noch viele dabei sind, manche frohen Mutes vorneweg, viele andere, die einfach so mitlaufen, viele, die zurückbleiben. Und wir sehen, dass viele, zu viele nicht mehr mitgehen, sich abgewandt haben, andere Wege gehen. Wir stellen auch fest, dass viele Menschen auch innerhalb der Kirche fragen: Sind wir noch auf dem richtigen Weg? Muss die Kirche, müssen wir als Kirche nicht einfach mal stehenbleiben und nachdenken – nachdenken und die Fragen und Zweifel der Menschen ernstnehmen?" Die entzündete Kerze sei Symbol des Synodalen Weges. Sie sei ein "Zeichen für Jesus Christus, dessen Licht unserem Weg als Kirche voranleuchten möge", sagte er. Die Synodalkerze ist in der Sakramentskapelle des Mainzer Doms aufgestellt.

Beratung über die Zukunft der Kirche in Deutschland 

In ihrem Reformdialog auf dem Synodalen Weg wollen die deutschen katholischen Bischöfe und das Zentralkomitee der Katholiken ZdK über die Zukunft kirchlichen Lebens in Deutschland beraten. Ein Ziel ist, nach dem Missbrauchsskandal verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen. Die Initiative ist auf zunächst zwei Jahre angelegt.

Die eigentliche inhaltliche Arbeit startet mit der ersten Synodalversammlung vom 30. Januar bis 1. Februar in Frankfurt am Main mit mehr als 200 Mitgliedern. Schwerpunktthemen des Reformdialogs sind die Sexualmoral, die priesterliche Lebensform, Macht und Gewaltenteilung sowie die Rolle von Frauen in der Kirche.

(KNA)

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