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04.10.2019

Studie und neue Kritik an Pfarreienreform im Bistum Trier Kritiker fordern Reformstopp

Kritiker der ab 2020 geplanten Großpfarreien im Bistum Trier haben die Diözese zum Stopp der Strukturreformen aufgerufen. Mit den Ergebnissen einer von ihnen in Auftrag gegebenen Studie wollen sie ihre Forderungen unterstützen.

Zur Begründung für ihreren geforderten Reformstopp verwiesen die Kritiker am Freitag vor Journalisten auf eine von ihnen in Auftrag gegebene Studie. Bei der nach ihren Angaben repräsentativen Befragung von 500 Katholiken des Bistums sagten 63 Prozent, durch die Strukturreform "schafft sich die regionale Kirche letztlich selbst ab".

67 Prozent der Befragten forderten, Kirchengemeinden dürften nicht "gegen ihren Willen" zusammengelegt werden; 61 Prozent sprachen sich dafür aus, als Kompromiss vorerst bei der aktuellen Struktur von 172 Pfarreiengemeinschaften zu bleiben. 42 Prozent betonten, Bischof Stephan Ackermann werde mit der Zusammenlegung "nicht mehr seinem Hirtenamt gerecht". Zugleich räumten 37 Prozent der befragten Katholiken ein, die Diskussionen um die Großpfarreien bislang nicht wahrgenommen zu haben.

Neustrukturierung des katholischen Lebens in der Diözese Trier

Eine Bistumssprecherin sagte auf Anfrage, man könne die Umfrage nicht kommentieren, da der Bistumsleitung Details bislang nicht vorlägen. Sie betonte, es gebe von vor Ort auch zahlreiche positive Rückmeldungen zu den geplanten Veränderungen.

Nach langen Diskussionen und den Beratungen einer Bistumssynode soll das katholische Leben in der Diözese Trier künftig neu strukturiert werden. Hintergrund ist ein Rückgang der Katholikenzahlen sowie Priestermangel. Die Pläne der Kirchenleitung sehen vor, die aktuell 887 Pfarreien und 172 Pfarreiengemeinschaften schrittweise durch 35 Großpfarreien ("Pfarreien der Zukunft") zu ersetzen. Die ersten 15 sollen zum 1. Januar kommenden Jahres geschaffen werden.

Proteste gegen die Pläne

Seit langem gibt es Proteste gegen die Pläne. Die Initiative "Kirchengemeinde vor Ort" mit Sprecher Harald Cronauer warf dem Bistum vor, die Betroffenen nicht umfassend genug angehört und nicht ausreichend an den Entscheidungen beteiligt zu haben. Die Umfrage zeige, dass Großpfarreien das kirchliche Leben vor Ort gefährdeten.

So ergebe eine Hochrechnung aus der Befragung, dass bis zu 60.000 Ehrenamtliche ihr Engagement nicht mehr fortsetzen wollten. 32 Prozent der Befragten hätten angegeben, über einen Kirchenaustritt nachzudenken. Für die Studie wurden Anfang September bistumsweit 500 Katholiken befragt.

(KNA)

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