03.01.2013

Kritik an Medienarbeit der Kirchen Die elektronische Kanzel

Die Kirchen müssten sich stärker den sozialen Netzwerken öffnen, findet ZDF-Journalistin Michaela Pilters. Hierarchiedenken und eine elektronische Kanzel funktionierten dort nicht.

Die Medienarbeit der katholischen Kirche habe sich in den letzten Jahren zwar erheblich professionalisiert, dennoch sei das Denken von einer elektronischen Kanzel noch sehr verbreitet, sagte Pilters am Donnerstag im domradio.de-Interview. Die 60-Jährige leitet seit 1985 die katholische Redaktion Kirche und Leben des ZDF und ist stellvertretende Vorsitzende der Gesellschafter Katholischer Publizisten (GKP).

Die sozialen Netzwerke ermöglichten viel mehr Leuten als bisher sich unmittelbar mitzuteilen und auch zu reagieren. „Das ist etwas, was die Kirche noch sehr wenig kann“, urteilte Pilters.  Die Kirche habe den Weg der Verkündigung bisher mehr als „Einbahnstraße“ verstanden. „Auf der Kanzel stand der Pfarrer und hat etwas verkündet, jetzt gibt es aber die Möglichkeit, dass die Leute unmittelbar reagieren“.

Kommunikation auf Du und Du

Die neuen Medien veränderten auch die Menschen. Einige Medienbeauftragte der Kirche hätten das bereits erkannt. Pilters verwies auf den Präsidenten des Päpstlichen Rates für die sozialen Kommunikationsmittel, Erzbischof Claudio Maria Celli.

Nachholbedarf sieht Pilters besonders beim Hierarchiedenken in sozialen Netzwerken. Dort spreche eben nicht „der Bischof Karl“, sondern „nur noch der Karl“. „In den sozialen Netzwerken gibt es eine Ebene, da gibt es keine Hierarchie, da geht es nur noch auf Du und Du“, wertete Pilters. Weder die katholische noch die evangelische Kirche hätten verstanden, was tatsächlich passiere. „Es wird die Kommunikation verändern und hat es ja auch schon getan.“

Michaela Pilters legt in dieser Woche das Tagesevangelium im domradio aus.

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