01.10.2014

Woelki warnt vor "falschen Hoffnungen" in Bezug auf Geschiedene Keine generelle Gleichstellung

Der neue Kölner Kardinal Rainer Maria Kardinal Woelki hat vor "falschen Hoffnungen und Erwartungen" in Bezug auf das Thema Kommunionempfang für wiederverheiratete Geschiedene gewarnt. Denn es gehe schließlich auch um das Gebot Jesu, dass die Ehe unauflöslich ist, sagte er in Neuss.

Zugleich betonte er, dass sich auch wiederverheiratete Geschiedene "als vollgültige Mitglieder der Gemeinde" sehen sollen. "Es geht dabei nicht nur um die Sakramente." Am Sonntag beginnt in Rom eine außerordentliche Bischofssynode zum Thema Familie, bei der es auch um diese Frage geht.

"Mir tut es um jeden Leid, der sich von der Kirche nicht mehr angenommen fühlt", sagte der Kardinal. Weiter gab Woelki zu bedenken, dass viele Menschen damit überfordert seien, die mit dem kirchlichen Eheverständnis verbundenen Anforderungen zu erfüllen. Um diese und andere Fragen werde auf der Synode gerungen. Möglicherweise würden Wege gefunden, dass wiederverheiratete Geschiedene in Ausnahmefällen die Sakramente doch empfangen dürfen. Eine generelle Gleichbehandlung mit Nichtgeschiedenen werde es "wahrscheinlich niemals" geben, sagte der Kölner Erzbischof.

Woelki äußerte sich am Dienstagabend  im Neusser Augustinus-Forum vor rund 600 Zuhörern.

(KNA)