20.09.2014

Stimmen zur Amtseinführung von Erzbischof Woelki "Gelassenheit, Freude, Mut"

Zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Kirche und Gesellschaft haben an der feierlichen Amtseinführung von Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki teilgenommen. Einige Stimmen im Überblick.

Reinhard Kardinal Marx (Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz):

"Ich wünsche ihm Gelassenheit, Freude, Mut – ein Bischof braucht auch Mut und viele viele Gläubige und Mitarbeiter, die zu ihm stehen."

Zum Bischofsamt und der feierlichen Einführung:

"Das ist natürlich etwas Besonderes. Ich habe es zweimal erlebt. Wenn man eine so große Aufgabe übernimmt - Köln ist eine Aufgabe, die zu den wichtigsten Aufgaben der Weltkirche gehört - da kann einem schon ein wenig schummerig werden und ich vermute, das war bei ihm auch der Fall."

Bischof em. Gerhard Ludwig Kardinal Müller (Kurienerzbischof sowie Präfekt der römischen Glaubenskongregation) zu seinen Wünschen an Kardinal Woelki:

"Einen starken festen frohen Glauben, mit dem er immer der Herde voran geht. Das ist ja, was wir heute brauchen, Hoffnung und Zuversicht, dass es mit uns Menschen gut geht. Der liebe Gott meint es gut mit uns, mit jedem einzelnen Menschen."

Zur Verbindung Rom – Köln:

"Ich bin natürlich selber hier aus Deutschland und kenne Kardinal Woelki schon seit langer Zeit aus der Bischofskonferenz. Insofern komme ich schon als früherer Bischof in Deutschland, als Mitbruder, aber auch wegen der Bedeutung der Beziehungen zwischen Köln und Rom. Er gehört auch dem Kardinalskollegium an. Insofern ist auch schon durch den Kardinalstitel diese Verantwortung für die Weltkirche gegeben. Der universale Glaube ist der ganzen Kirche anvertraut, vorallem dem Nachfolger des Apostels Petrus, Bischof von Rom, dem unsere Kongregation in besonderer Weise verpflichtet ist und zuarbeitet und ihm dient."

Bischof Friedhelm Hofmann (Bistum Würzburg):

"Jetzt bekommt Köln wieder einen Kölner! Das ist nach langer Zeit wieder der Fall. Er kennt die Situation, er hat sich in Berlin bewährt. Also ich denke, die Stadt und das Rheinland dürfen sich freuen."

Wünsche an Kardinal Woelki:

"Dass er gute Nerven behält, denn die Anforderungen werden sehr hoch sein, die Wünsche sind gewaltig, das hat man heute schon in den Ansprachen durchgehört und er muss die Ruhe, einen kühnen Kopf behalten und klare Entscheidungen treffen."

Armin Laschet (Landesvorsitzender NRW-CDU und stellv. Bundesvorsitzender der CDU):

"Das war ein ganz besonderes Ereignis in Köln zu sein, so viele tausend Menschen im Dom und sicher ein großes Fest auch, wo man Kirche in einer sehr frohen, sehr zuversichtlichen und sehr starken Form auch wahrgenommen hat. Das hat mir sehr gefallen. (…) Heute war ein Erzbischof zu spüren, der die Kraft haben kann, die Menschen wieder zu erreichen und das wünsche ich mir sehr!"

Joachim Kardinal Meisner (emeritierter Erzbischof des Erzbistums Köln) angesprochen darauf, dass er sich sichtlich gerührt während des Pontifikalamts gezeigt hat:

"Ich habe immer eine laufende Nase und ich habe mir gedacht, die werden jetzt denken, ich bin gerührt. Aber es hat mich auch ein bisschen gerührt."

"Ich habe immer gedacht, wenn der Vorgänger tot ist, hat´s der Nachfolger leichter, dann braucht er sich nicht dauernd beim Vorgänger bedanken. So bin ich aber froh, dass er der Nachfolger ist und es so schnell gegangen ist. Mehr sage ich heute nicht."

Weihbischof Dr. Dominikus Schwaderlapp:

"Was wir eben erlebt haben, das war Festlichkeit, aber auch Freude. Da merkt man richtig das Volk Gottes, das betet und singt und geeint ist. Ich glaube, so können wir auch wirklich mit offenem Visier, mit Mut und Zuversicht in die Zukunft gehen, auch auf die Straßen hinausgehen. Wir brauchen keine Angst haben, wir müssen nicht arrogant sein, wir haben alle unsere Ecken und Macken, aber wir haben auch einen Glauben, der uns stark und froh macht. Das ist die Botschaft, die von diesem Tag aus geht.“

Bischof Franz-Josef Overbeck (Bistum Essen):

"Ich wünsche Kardinal Woelki eine gute Ankunft hier wieder am Rhein, nach den drei Jahren an der Spree. Außerdem viel Glaube und viel Zuversicht in die Kräfte der Menschen, die das Erzbistum tragen und gestalten und viel Liebe zu den vielen, mit denen er hier in Köln und in seinem Erzbistum gemeinsam einen Weg gehen wird.“

Weihbischof em. Klaus Dick:

"Genau der Richtige natürlich! Wobei man wissen muss, es wird keinen Erzbischof geben können, der allen Erwartungen entspricht. Vor allem weil diese Erwartungen oft völlig gegensätzlich sind. Man muss das nüchtern sehen, was erwartet man von einem Erzbischof. Und man konnte das ja schon ein bisschen ahnen, dass manche der Lobsprüche vor allen Dingen darauf aus waren, den Vorgänger negativ darzustellen."

Tim-O. Kurzbach, Vorsitzender des Diözesanrats der Katholiken im Erzbistum Köln:

"Es war ein erhebender Moment, es waren viele schöne Zeichen, die auf die breite Wirkung hindeuteten, zum Beispiel dass alle Dekanatsräte etwas Persönliches vorbei gebracht haben. Ich fand es schön, endlich bei so einem großen Gottesdienst viele Mädchen als Ministrantinnen gesehen zu haben. Das hat mir gut gefallen. Es waren in der Tat einige Signale des neuen Erzbischofs dabei, die werden wir aufgreifen, weil es so völlig neue Töne sind. Er hat deutlich betont, dass wir die Menschen so annehmen, wie sie sind. Dass wir sie nicht zwingen müssen, eine Rollensichtweise, die wir haben, sondern sie als Gotteskinder annehmen. Das ist schon eine Veränderung der Sprache und ich denke auch von dem, was dahinter steckt.“

Bärbel Mockenhaupt (Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands Diözesanverband Köln):

"Wir wünschen uns von dem neuen Erzbischof eine gerechte Teilhabe der Frauen an der Kirche. Wir sind im Bistum eine große Macht, wir sind 65.000 Frauen und bundesweit 650.000 Frauen, die möchten gehört werden. Die Frauen sind diejenigen, die die Christen von morgen erziehen- Ihnen sollte man ein Wort in der Kirche geben. Es gibt viel zu tun und die Frauen haben viele Talente. Der Erzbischof hat von den Talenten gesprochen, die jeder einbringen soll und die Frauen haben viele Talente, die sie gerne einbringen, wenn man sie lässt. Zum Beispiel kämpfen wir ja auch für die Zulassung der wiederverheirateten Geschiedenen zu den Sakramenten, schon seit Jahren, wurden aber immer wieder zurückgepfiffen. Wir haben die Hoffnung, dass es unter dem neuen Kardinal etwas freier wird und wir mit unseren Forderungen ein bisschen mehr Gehör finden.“

Manfred Lütz (Theologe und Psychiater):

„Ich fand das ganz beeindruckend und ich fand auch die Unbefangenheit und die Authentizität des Erzbischofs ganz toll. Wir haben einen Erzbischof aus unserem Bistum, der das Bistum kennt, der aber auch die Mentalität der Menschen sehr gut kennt. Kardinal Meisner hatte auf seine Weise auch sehr viel Humor gehabt, schlesischen Humor, aber das ist jetzt etwas mehr rheinischer Humor. Ich glaube, wir Rheinländer sind sehr zufrieden. (...) Der Kardinal ist bedauerlicherweise psychatrisch völlig unergiebig. Er ist also ganz normal, man kann therapeutisch nichts machen. Er ist so, wie er ist und er macht das ganz toll. (...) Es ist eine neue Ära, die beginnt. Es ist schön, dass es in dieser Weise geschieht und ich das miterleben darf.“

(DR)

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