Themenvielfalt bei Generalaudienz des Papstes

Zwischen Nigeria und Notre-Dame

Traditionell lädt Papst Franziskus die Gläubigen mittwochs zur Generalaudienz im Vatikan. In dieser Woche hat er sich thematisch dem Stil Gottes, neuen Gewaltausbrüchen in Nigeria sowie dem Wiederaufbau von Notre-Dame gewidmet.

Andrang bei der Generalaudienz (Archiv) / © Vatican Media/Romano Siciliani (KNA)
Andrang bei der Generalaudienz (Archiv) / © Vatican Media/Romano Siciliani ( KNA )

Für Papst Franziskus ist Gottes Stil geprägt von "Nähe, Mitleid und Zärtlichkeit". Dabei resigniere Gott nicht, auch nicht "angesichts unserer ständigen Verfehlungen und Unzulänglichkeiten", sagte das Kirchenoberhaupt am Mittwoch bei der Generalaudienz im Vatikan. Das größte Mitgefühl, dass Gott für die Menschen habe, sei die Rechtfertigung. "Wir werden nicht durch unsere eigenen Anstrengungen gerecht. Christus ist es, der uns durch seine Gnade gerecht macht."

Die Generalaudienzen widmen sich seit einigen Wochen dem Brief des Apostel Paulus an die Galater.

Papst betroffen über Angriffe auf Dörfer in Nigeria

Ferner zeigt sich Papst Franziskus betroffen über neue Gewaltausbrüche in Nigeria. "Mit Schmerz habe ich von den bewaffneten Überfällen erfahren, die am Sonntag auf Dörfer im Norden Nigerias verübt wurden", sagte er weiter. Er bete für alle Betroffenen, Hinterbliebenen und alle Nigerianer und hoffe, dass "die Unversehrtheit aller Bürger gewährleistet" werde.

Am Wochenende hatte es gewaltsame Angriffe auf Dörfer in Norden Nigerias gegeben. Dabei wurden laut Medienberichten vor allem Dutzende Christen getötet. Immer wieder gibt es in Nigeria Überfälle auf christliche Gemeinden sowie Vergeltungsschläge auf muslimische Dörfer. Im Hintergrund stehen meist Konflikte zwischen Nomadengruppen und Ackerbauern um die Nutzung von Land.

Ein Stück Eiche vom Wiederaufbau von Notre-Dame für den Papst

Schließlich hat Papst Franziskus am Mittwoch ein Stück einer Eiche vom Wiederaufbau der Pariser Kathedrale Notre-Dame geschenkt bekommen. Sechs französische Senatoren übergaben es im Rahmen der Generalaudienz im Vatikan, wie die Zeitung "La Croix" (online) berichtete.

Die Amtsträger wollten Franziskus zudem für Frühjahr 2024 nach Paris einladen, wenn die Kathedrale nach dem Großbrand von 2019 restauriert sein soll. Kirchliche und staatliche Einrichtungen aus ganz Frankreich hatten nach dem Großfeuer ausgesuchte Eichenbäume zur Wiedererrichtung des zerstörten Dachstuhls angeboten.


Quelle:
KNA