Papst trifft christliche Kirchenvertreter aus Libanon
Papst trifft christliche Kirchenvertreter aus Libanon

01.07.2021

Papst beginnt Libanon-Gipfel mit Gebet im Petersdom Friedenslicht soll Hoffnung geben

Papst Franziskus und die Vertreter der christlichen Kirchen im Libanon treffen sich, um gemeinsam zu beten und über Lage in dem Land und im Nahen Osten zu beraten. Davon erhoffen sich viele positive Signale.

Mit einem gemeinsamen Gebet im Petersdom hat Papst Franziskus einen Libanon-Gipfel mit hochrangigen Kirchenführern im Vatikan begonnen. Am Donnerstagmorgen trafen das Kirchenoberhaupt sowie Vertreter der christlichen Kirchen im Libanon in der Basilika ein, um dort am Petrusgrab gemeinsam in Stille zu beten. Im Anschluss sind mehrere Beratungsrunden geplant. Zum Tagesabschluss steht ein ökumenisches Gebet im Petersdom auf dem Programm, an dessen Ende dem Papst ein Friedenslicht überreicht wird.

Festgefahrene Situation

Der Tag sei sehr wichtig für die Region, in der es viele Probleme und Schwierigkeiten gebe, sagte der Leiter der vatikanischen Ostkirchenkongregation, Kardinal Leonardo Sandri, vor Journalisten. In der festgefahrenen Situation könne nur noch Franziskus etwas Gutes bewirken.

An dem Gipfel im Vatikan nehmen neben dem griechisch-orthodoxen Patriarchen von Antiochien, Johannes X., unter anderen der Patriarch der Melkitischen Griechisch-katholischen Kirche, Joseph Absi, der maronitische Patriarch Kardinal Bechara Boutros Rai und der Patriarch der Syrisch-katholischen Kirche von Antiochien, Ignatius Youssef III. Younan, teil; weiter der armenische apostolische Katholikos Aram I., der syrisch-orthodoxe Patriarch Ignatius Aphrem II. sowie Joseph Kassabhas, Präsident des Obersten Rates der evangelischen Gemeinschaft in Syrien und im Libanon.

Papst und Patriarch erörtern Lage in Nahost

Bereits am Mittwochabend haben Papst Franziskus und der griechisch-orthodoxen Patriarch von Antiochien, Johannes X. Yazigi, über die Lage im Nahen Osten gesprochen. Bei dem Gespräch ging es darüber hinaus um die aktuelle Situation im gesamten Nahen Osten, wie das Patriarchat von Antiochien im Anschluss mitteilte.

Kritik an Wirtschaftssanktionen

Mit Blick auf Syrien habe Johannes X. die westlichen Wirtschaftssanktionen kritisiert, da sie die Lebensgrundlagen der syrischen Bevölkerung zerstörten. Der Sitz des Patriarchats liegt in der syrischen Hauptstadt Damaskus. Zudem ging es in dem Gespräch um die 2013 entführten syrischen Erzbischöfe Mor Gregorios Yohanna Ibrahim und Boulos Yazigi zu sprechen, deren Schicksal weiter unbekannt ist. Johannes X. rief die internationale Staatengemeinschaft auf, in diesem Fall mehr Engagement zu zeigen.

Hoffnung auf positives Signal

Der Patriarch dankte in einem auf der Website des Patriarchats veröffentlichten Statement dem Papst für seine Initiative für den Libanon-Gipfel. Er erhoffe sich davon eine starke Ermutigung für das Land, das in einer tiefen politischen und wirtschaftlichen Krise versinkt.

Das Griechisch-orthodoxe Patriarchat von Antiochichen zählt gegenwärtig rund drei Millionen Gläubige und ist vor allem in Syrien und im Libanon präsent. Es gibt aber auch Diaspora-Diözesen in den USA, in Lateinamerika und in Westeuropa.

(KNA)

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