Papst betet für Regulierung der Finanzmärkte

"Bürger vor Gefahren schützen"

Das Gebetsanliegen des Monats Mai widmet Papst Franziskus dem Finanzwesen. Die Verantwortlichen sollen mit den Regierungen zusammenarbeiten für eine nachhaltige Regulierung. Andernfalls verkomme es zu reiner Spekulation.

Papst Franziskus / © Vatican Media/Romano Siciliani (KNA)
Papst Franziskus / © Vatican Media/Romano Siciliani ( KNA )

Papst Franziskus ruft zum Gebet für eine nachhaltige Regulierung der Finanzmärkte auf. Im Video seines Gebetsanliegens für den Monat Mai sagt er: "Wir beten, dass die Verantwortlichen für das Finanzwesen mit den Regierungen zusammenarbeiten, um die Finanzmärkte zu regulieren und die Bürger vor ihren Gefahren zu schützen."

"Unhaltbare" und "gefährliche" Situation

In der Botschaft, die der Vatikan am Dienstag veröffentlichte, wies Franziskus auf das Problem der Massenarbeitslosigkeit in vielen Ländern hin. Angesichts dessen herrsche auf den Kapitalmärkten ein beispielloses Übermaß. "Wie weit ist die Welt der großen Finanzen vom Leben der meisten Menschen entfernt!", kritisierte der Papst.

Ohne eine vernünftige Regulierung verkomme das Finanzwesen zu "reiner Spekulation" - zusätzlich angetrieben durch die gegenwärtige Geldpolitik. Diese Situation sei "unhaltbar" und "gefährlich".

Videos mit den monatlichen Gebetsanliegen von Papst Franziskus werden von der Vatikan-Stiftung "Gebetsnetzwerk des Papstes" zu wechselnden Themen erstellt. Zu sehen sind sie auf der Website der Initiative oder unter dem Stichwort "Das Video des Papstes" auf Youtube.


Quelle:
KNA