Blick auf eine Gefängniszelle
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Papst Franziskus begrüßt eine Gruppe Frauen bei seinem Besuch im Frauengefängnis San Joaquin in Santiago (Chile)
Papst Franziskus begrüßt eine Gruppe Frauen bei seinem Besuch im Frauengefängnis San Joaquin in Santiago (Chile)
Fußwaschung im Gefängnis
Fußwaschung im Gefängnis
Papst Franziskus spricht immer wieder mit Häftlingen, hier in Italien
Jubel und Dank von den Häftlingen

09.11.2019

Papst kritisiert Wegsperr-Mentalität im Strafvollzug Horizonte bieten

Papst Franziskus hat sich erneut für eine zeitliche Begrenzung von Haftstrafen und die gesellschaftliche Wiedereingliederung als Ziel des Strafvollzugs ausgesprochen. Auch eine Verurteilung zu lebenslanger Haft müsse "einen Horizont haben."

Das sagte er vor Teilnehmern einer internationalen Konferenz für Gefängnisseelsorge im Vatikan.

Die Isolation und Inhaftierung derer, die gegen gesellschaftliche Normen handelten, beruhe oft auf "legalistischen und inhumanen Entscheidungen" unter dem Vorwand des Gemeinwohls und der Sicherheit, so der Papst. So würden für das Wegsperren von Straftätern öffentliche Mittel in hohem Umfang bereitgestellt, jedoch keine für eine umfassende Förderung, die bei den Menschen einer Entwicklung zur Kriminalität entgegenwirken könnte.

Überbelegung von Haftanstalten angeprangert

Den Zustand in den Gefängnissen nannte der Papst eine "Konsequenz unseres Egoismus und unserer Gleichgültigkeit, zusammengefasst in einer Wegwerfkultur". Es sei einfacher, soziale Ungerechtigkeit zu leugnen und Straftäter aus dem Blick zu verbannen, als allen Bürgern gleiche Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten.

Weiter bemängelte Franziskus eine häufige Überbelegung von Haftanstalten sowie fehlende Mittel für die Resozialisierung.

Christen müssten sich fragen, warum sie Straftätern, die mit der Haft für ihr Fehlverhalten gebüßt hätten, eine neuerliche Strafe in Form von Ablehnung und Gleichgültigkeit auferlegten. Dies sei mitunter ein Grund für Rückfälle, so der Papst.

(KNA)

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