Aus Holz geschnitzte Teufelsfiguren
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Papst Franziskus und die Gläubigen
Papst Franziskus und die Gläubigen

01.05.2019

Papst: Der Teufel ist keine "altertümliche Sache" Und führe uns nicht in Versuchung?

Franziskus ist nicht zufrieden mit der Übersetzung des Vaterunsers. Im Dezember 2017 stieß er eine Debatte darüber an, ob man nicht besser beten sollte: "Und lass uns nicht in Versuchung geraten". An diesem Mittwoch kam er auf das Thema zurück.

Seit Wochen spricht der Papst über das Gebet Jesu – und kam diesmal an die heikle Stelle, die vorletzte Bitte im Text, den Jesus seine Jünger lehrte (Mt 6,13). "Verlass uns nicht in der Versuchung… Eine andere Fassung: Lass nicht zu, dass wir in Versuchung geraten", so der Papst.

Vom Gebet zu den Beziehungen

Das Vaterunser beginne sehr ruhig: "Es lässt uns zunächst wünschen, dass der große Heilsplan Gottes sich unter uns verwirkliche. Dann wirft es einen Blick aufs Leben und lässt uns um das bitten, was wir täglich brauchen – das tägliche Brot." Dann käme das Gebet zu den Beziehungen, die man untereinander pflege und die oft vom Egoismus vergiftet seien.

"Wir bitten um Vergebung und bekennen uns dazu, selbst anderen zu vergeben", erläuterte das katholischen Oberhaupt.

Es sei schwierig, die entsprechende Stelle des griechischen Urtextes zu übersetzen, so Franziskus. Sicher sei jedoch, dass Gott niemals für Versuchungen verantwortlich sei: "Wir können ausschließen, dass es Gott wäre, der die Versuchungen auf dem Weg des Menschen auslöst. Als ob Gott seinen Kindern einen Hinterhalt legen würde." Eine solche Interpretation widerspreche dem Bild von Gott als Vater.

Gott steht den Menschen bei

Der Papst betonte, dass Gott den Menschen gerade in schwierigen Situationen und im Kampf gegen Versuchungen beistehe: "Bei Prüfungen, Traurigkeit, Niederlagen, wenn wir sündigen - er ist immer bei uns, weil er Vater ist und uns nicht alleinlassen kann." Aber erst mit dieser vorletzten Anrufung – "Führe uns nicht in Versuchung" – treten wir, so Franziskus, "wirklich ins Drama ein".

Wir stoßen auf den "Kampf zwischen unserer Freiheit und den Einflüsterungen des Bösen".

Der Teufel sei mehr als ein überkommenes Phänomen. "Viele Leute sagen: Warum über den Teufel reden, Satan ist eine altertümliche Sache, den Teufel gibt es nicht", so Franziskus am Mittwoch bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz. "Doch schaut, was das Evangelium lehrt: Jesus hat sich dem Teufel gestellt." Jesus habe die Versuchungen des Teufels zurückgewiesen und sei als Sieger hervorgegangen.

(KNA, VN)

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