Papst Franziskus in Abu Dhabi (Archiv)
Papst Franziskus in Abu Dhabi

01.05.2019

Das Gebetsanliegen des Papstes für den Mai "Zeichen der Hoffnung"

Im Mai betet der Papst mit Blick auf die Evangelisation: "dass die Kirche in Afrika durch den Einsatz ihrer Mitglieder die Einheit unter den Völkern fördert und dadurch ein Zeichen der Hoffnung bildet".

Glaubwürdig! Der 265. Nachfolger des Apostels Petrus bittet uns in diesem Monat um unser Mitbeten bei dem, was er tut. Am letzten März-Wochenende war er mit seinen 82 Jahren wieder einmal in Afrika. Marokko, überwiegend islamisch geprägt und doch ein tolerantes Brückenland zwischen den Religionen wie den Kontinenten, hat ihn gut aufgenommen. Er hatte ja wenige Wochen vorher in Abu Dhabi mit dem Großimam aus Ägypten vor aller Welt erklärt, dass der Eine, den Juden, Christen und Moslems suchen, ganz offensichtlich die Verschiedenheit liebt und nicht die Einheitlichkeit. Das hatten wir lange genug - hüben wie drüben - behauptet.

Wer diese neue Botschaft tief einatmet, wird das, was die afrikanische Scholle in der Erdgeschichte mit dem europäischen Kontinent machte, für ein geologisches Vorspiel halten können. Seit Jahren treten Priester aus Afrika an die Altäre deutschsprachiger Gemeinden. Und wenn man ihre Worte auch nicht immer versteht, so sind sie doch in Person hoffnungsvolle Botschafter für wachsende Einheit zwischen den Bewohnern dieser Erde.

In der Krise Europas

Auch Kritiker werden zugeben, dass verständnisvolle Koexistenz der Religionen für das Miteinander der Völker und Rassen zumindest hilfreich, wenn nicht unabdingbar ist. Stammesfehden und Machtkämpfe zerfetzen den afrikanischen Kontinent bis zur Stunde. Und im Monat der Europawahlen ist auch bei uns schmerzlich klar, wie zerbrechlich beginnende Einheit ist. Nicht nur in Ehen und Freundeskreisen muss "versöhnte Verschiedenheit" immer neu erkämpft werden.

In der gegenwärtigen Krise Europas können wir besser verstehen, was die Völker in unserer südlichen Nachbarschaft zurzeit erleiden. Gemeinsame Hautfarbe schafft offenbar nicht gleich Gemeinschaft über traditionelle Grenzen hinweg. Einheit kommt auf Dauer nie durch die Herrschaft einiger über den Rest. Sie kann nur aus dem Respekt füreinander und geduldigem Verstehen der Andersheit der Anderen wachsen.

Dafür haben Christen eigentlich seit dem ersten Pfingstfest gute Erfahrungen im Reisegepäck; aber - Gott sei's geklagt - wir haben sie allzu oft im Tresor gelassen! Bis heute gibt es den Konkurrenzkampf der christlichen Konfessionen, von Glaubenskriegen und Kreuzzügen ganz zu schweigen.

Weiterentwicklung unserer Kirchen in den letzten 150 Jahren

Umso dankbarer blicken wir beim Beten mit dem Papst in diesem Monat auf die Weiterentwicklung unserer Kirchen in den letzten 150 Jahren: Seit der Afrika-Mission der Europäer in der Kolonialzeit hat sich ein selbstbewusstes einheimisches Christentum entwickelt. Menschen wie Kardinal Lavigerie, der 1868 in Algier den Missionsorden der "Weißen Väter" gründete, oder Albert Schweitzer, der selbstlos europäische Hilfsbereitschaft in den Urwald brachte, zeigen afrikanischen wie europäischen Christen, wie es auf dieser Erde weitergehen kann. Und wenn wir jetzt gelegentlich erfahren, dass Religionsführer in Afrika aufeinander zugehen und gemeinsam in ihren Ländern für Frieden eintreten, kann unser Beten nur befeuert werden.

Im Jahre 2017 lebten von 1,3 Milliarden Katholiken zwar nur 17 Prozent in Afrika, aber im Vergleich zu 2016 hatte ihre Zahl um 2,5 Prozent zugenommen. Wenn wir im Mittelmeer keine überfüllten Flüchtlingsboote mehr sehen wollen, sollten wir auf alle uns möglichen Weisen die Mitchristen in Afrika unterstützen, damit sie dort, wie Franziskus formuliert, "ein Zeichen der Hoffnung bilden" können.

Gerhard Dane
(KNA)

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