Papst: "Ins offene Meer der Menschheit hinausgehen"
Papst: "Ins offene Meer der Menschheit hinausgehen"
Mittagsgebet mit Möwe
Mittagsgebet mit Möwe

10.02.2019

Mittagsgebet: Papst ermutigt zur Nachfolge Jesu "Ins offene Meer hinausgehen"

Der Ruf zur Nachfolge Jesu gehe an alle, sagte Papst Franziskus beim Mittagsgebet. Er rief die Gläubigen auf, bei Schwierigkeiten nicht den Mut zu verlieren. Zudem appellierte er an Regierungen, den Kampf gegen Sklaverei zu verstärken.

Papst Franziskus hat die Gläubigen dazu aufgerufen, "Jesus auf dem Boot unseres Lebens willkommen zu heißen". Er rief dazu auf, angesichts von Schwierigkeiten hoffnungsvoll zu bleiben. "Das größte Wunder, das Jesus für Simon und die anderen enttäuschten und müden Fischer vollbracht hat, ist nicht so sehr das fischreiche Netz", legte der Papst die Stelle aus.

Das größte Wunder sei vielmehr gewesen, "dass er ihnen half, nicht Opfer von Enttäuschungen und Entmutigungen angesichts von Niederlagen zu werden". Auf diese Weise habe Jesus seine Jünger "geöffnet", sodass sie das Reich Gottes verkünden konnten.

Franziskus bezog sich auf das Sonntagsevangelium nach Lukas (Lk 5,1-11). Darin bittet Jesus die Fischer nach einem langen, erfolglosen Arbeitstag, nochmals hinauszufahren. Dabei fangen sie so viele Fische, dass die Netze zu reißen drohen. Simon Petrus und die anderen erschrecken, doch Jesus sagt: "Fürchte dich nicht! Von nun an wirst du Menschen fangen." Daraufhin lassen Petrus und die anderen alles zurück und folgen ihm nach.

" ...ins offene Meer der Menschheit hinausgehen..."

Wer sich in den Dienst des Herrn stellt, dem tut Gott Großes, fasste Franziskus zusammen. Der Ruf zur Nachfolge gehe an alle, und sie sei ins Große, Weite gerichtet. Jesus bitte die Gläubigen, "ihn auf dem Boot unseres Lebens willkommen zu heißen, mit ihm zu teilen und ein neues Meer zu segeln, das voller Überraschungen ist.

Seine Einladung, ins offene Meer der Menschheit unserer Zeit hinauszugehen, um Zeugen von Güte und Barmherzigkeit zu sein, gibt unserer Existenz einen neuen Sinn, die oft Gefahr läuft, auf sich selbst niedergedrückt zu werden."

Manch einer reagiere mit Zögern und Zaudern auf einen Ruf des Herrn, oder mit dem Einwand, er sei unzulänglich – Petrus habe genau das getan. Doch er habe seine Zweifel auf Knien vor Jesus ausgesprochen, erinnerte Franziskus. Und das sei ein schönes, demütiges Gebet gewesen: "Herr, geh weg von mir! Ich bin ein sündiger Mensch." Jesus habe Petrus ermutigt. Denn wer Gott vertraue, den befreie er von der Sünde und dem eröffne er einen neuen Horizont: an Seiner Sendung mitzuwirken.

Ursachen von Menschenhandel angehen

Während des Mittagsgebets rief Franziskus erneut zum Kampf gegen Sklaverei und Menschenhandel auf. Er appelliere an Regierungen, "die Ursachen dieser Plage entschieden anzugehen und die Opfer zu schützen", so der Papst. "Wir alle aber müssen und können mithelfen, Fälle der Ausbeutung von Männern, Frauen und Kindern anzuzeigen", so Franziskus in Rom. Er dankte allen, die sich dafür einsetzen, "vor allem vielen Ordensfrauen".

Anlass des Papst-Appells ist der Gebetstag gegen Menschenhandel und Sklaverei, den die katholische Kirche am Freitag zum fünften Mal beging. Der 8. Februar ist der Gedenktag der heiligen Josefine Bakhita (1869-1947), einer Sudanesin, die in arabische und türkische Sklaverei fiel, nach Italien verkauft wurde, dort freikam und zum Christentum übertrat.

(VN, KNA)

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