Papst dankt Christen im Libanon für sozialen Beitrag

Lob von Franziskus

Papst Franziskus hat das Engagement der Christen im Libanon gewürdigt. Bei einer Audienz für Mitglieder der "Maronitischen Stiftung", die sich um maronitische Christen im Ausland kümmert, dankte er für die Aufnahme von über einer Million Flüchtlingen im Land.

Papst Franziskus / © Alessandra Tarantino (dpa)
Papst Franziskus / © Alessandra Tarantino ( dpa )

Auch lobte er das "kreative" Gleichgewicht von Christen und Muslimen - Schiiten wie Sunniten -, zu dem die maronitisch-katholische Kirche einen wichtigen Beitrag leiste.

Zuvor hatte der Papst knapp 40 Bischöfe der mit Rom unierten Kirche empfangen. Diese befinden sich derzeit zum sogenannten "Ad-limina"-Besuch im Vatikan. Bei diesen alle fünf bis acht Jahre stattfindenden Besuchen berichten die Bischöfe einer Region dem Papst und der Kurie über die Lage in ihrer Heimat.

Größte und älteste christliche Religionsgemeinschaft im Libanon

Die Syrisch-Maronitische Kirche von Antiochien, meist kurz "Maroniten" genannt, ist die größte und älteste christliche Religionsgemeinschaft im Libanon. Ihr Oberhaupt, der maronitische Patriarch von Antiochien und des ganzen Orients, spielt auch politisch eine wichtige Rolle. Derzeit ist dies Kardinal Bechara Pierre Rai (78).

Die maronitische Kirche hat eine eigene Liturgie und ein eigenes Kirchenrecht, erkennt aber den Papst in Rom als Kirchenoberhaupt an.

Da es maronitische Christen auch in anderen Ländern gibt, kamen einige der angereisten Bischöfe aus weiteren Nahost-Staaten sowie aus Afrika, Westeuropa und Nord- und Südamerika.


Quelle:
KNA