Protestbanner zum Missbrauchsskandal an einer Hauswand in Lima
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24.09.2018

Missbrauchsskandal in Chile Staatsanwaltschaft will Vatikan-Dokument einsehen

Die chilenische Staatsanwaltschaft will Akteneinsicht zum kirchlichen Missbrauchsskandal. Sie forderte vom Erzbistum Santiago eine Kopie des Vatikan-Dekrets, das die Versetzung des Geistlichen Cristian Precht in den Laienstand dokumentiert.

Gegen den 77-jährigen Precht wird seit Jahren wegen Missbrauchsvorwürfen ermittelt. Kirchenvertreter in Chile hatten den Vatikan bereits 2012 um entsprechende Untersuchungen in dem Fall gebeten. Papst Franziskus versetzte den chilenischen Geistlichen in der vergangenen Woche "zum Wohle der Kirche" in den Laienstand.

Der in Santiago geborene Precht genoss wegen seines Einsatzes für die Menschenrechte während der Militärdiktatur (1973-1990) große Sympathie. Nach der Diktatur arbeitete er unter anderem als Radiokommentator und für verschiedene Printmedien. Von 1995 bis 1999 war Precht Vize-Generalsekretär des Lateinamerikanischen Bischofsrates CELAM.

NGO veröffentlicht Liste

Laut chilenischen Medienberichten vom Wochenende hat die Staatsanwaltschaft seit 2000 gegen insgesamt 221 Geistliche und 8 Bischöfe ermittelt. Derweil hat die US-Nichtregierungsorganisation Bishop Accountability eine Liste von 122 chilenischen Geistlichen Kirche veröffentlicht, die in Missbrauchsfälle verwickelt sein sollen. Auf der Liste finden sich neben den Namen und einigen Fotos auch eine Beschreibung der jeweiligen Aufgabengebiete sowie ihrer möglichen Verstöße.

Papst Franziskus hatte am Freitag die vorzeitigen Rücktritte von zwei weiteren chilenischen Bischöfen angenommen. Carlos Pellegrin Barrera (60) und Cristian Contreras Molina (71) verzichteten auf ihr Leitungsamt in Chillan beziehungsweise San Felipe. Bis zur Ernennung neuer regulärer Bischöfe übernehmen zwei sogenannte Apostolische Administratoren die Amtsgeschäfte. Damit stehen in Chile 8 von 27 Diözesen unter einer Übergangsverwaltung.

(KNA)

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