Papst Franziskus wird Mitglied bei der rogamus-Stiftung
Papst Franziskus wird Mitglied bei der rogamus-Stiftung

14.02.2018

Papst Franziskus tritt in rogamus-Stiftung ein Prominentes Ehrenmitglied

Papst Franziskus ist in die von Kardinal Woelki ins Leben gerufene rogamus-Stiftung eingetreten - und wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Mit der Stiftung soll die Berufungspastoral gefördert werden.

Die vom Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki gegründete rogamus-Stiftung zur Förderung geistlicher Berufung hat ein prominentes Ehrenmitglied gewonnen. Papst Franziskus unterzeichnete zu Beginn der Woche während einer Privataudienz am Montag im Vatikan einen Mitgliedsantrag der rogamus-Stiftung, nachdem ihm der Direktor der Diözesanstelle für Berufungspastoral des Erzbistums Köln, Pfarrer Regamy Thillainathan, die Stiftung und die dazugehörige Kampagne vorgestellt hat. Pfarrer Regamy Thillainathan ernannte ihn zugleich im Auftrag von Kardinal Woelki zum Ehrenmitglied.

Zuvor feierte der Heilige Vater mit einem Kelch seines Vorgängers im Amt, Papst Paul VI., eine Messe, der in den kommenden Wochen eine Reise durch das Erzbistum Köln antreten wird. Der Kelch wurde von Kardinal Woelki im Rahmen eines Pontifikalhochamtes am Hochfest "Darstellung des Herrn" und dem Tag des geweihten Lebens am 02. Februar 2018 vom Kölner Dom aus ausgesandt, als Zeichen der Verbundenheit mit dem Erzbistum und zur Förderung geistlicher Berufung.

"Ich freue mich sehr und bin dankbar"

Der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki zeigte sich erfreut und dankbar über die Unterstützung des Heiligen Vaters: "Ich freue mich sehr und bin dankbar,  dass der Heilige Vater als Ehrenmitglied dem Anliegen unserer rogamus-Stiftung verbunden ist. Für die Zukunft der Kirche braucht es Menschen, die sich von Christus in den Dienst nehmen lassen und in seine spezielle Nachfolge eintreten."  Kardinal Woelki betonte, dass die Stiftung ausdrückliche jede Form von Berufung fördern soll. Deshalb gibt es Angebote sowohl zur Förderung des priesterlichen und diakonalen Nachwuchses wie auch der pastoralen Dienste.

DOMRADIO.DE sagte Kardinal Woelki, dies sei auch ein besonderes Zeichen der Verbundenheit mit Rom. Es werde wohl das Jahr werden, in dem Papst Paul VI. heilig gesprochen werde. "Er hatte sich in einer besonderen Weise darum gesorgt, dass Priesterberufungen wachsen können", sagte Woelki weiter zu Papst Paul VI. "Deswegen war das ein tolles Zeichen, dass einer seiner Nachfolger mit seinem Kelch, den er uns hier im Erzbistum hinterlassen hat, die Heilige Messe feiern konnte. Und zudem auch selber gesagt hat: Ich verbinde mich mit Euch und wir machen eine Gebetsgemeinschaft." Der Kelch gehe jetzt durch die Gemeinden, interessierte Gemeinden könnten darum bitten.

Gründung am Dreikönigsfest

Der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki hat am Dreikönigsfest am 6. Januar 2018 unter dem Namen "rogamus" eine Stiftung gegründet, die sich zukünftig nachhaltig verantwortlich zeigen kann für den gesamten Themenbereich Berufungspastoral. Darunter sollen zum Beispiel die Gebetsgemeinschaft rogamus, die Anbetungskapelle im Maternushaus und das der Förderung geistlicher Berufungen gewidmete Sondervermögen des Erzbistums Köln fallen. Das Stiftungskapital der gemeinnützigen Treuhandstiftung stammt aus dem Privateigentum des Erzbischofs und aus zweckgebundenen Nachlässen an den Erzbischöflichen Stuhl.

"Es geht um die Zukunft der Kirche von Köln"

"Mit der Stiftung werden wir Projekte finanzieren, die junge Frauen und Männer dabei unterstützen, Gottes Ruf an sie zu hören", so Kardinal Woelki zum Start der Stiftung. Die Erträge der Stiftung sollen zukünftig dazu verwendet werden, die klassische Priesterausbildung zu ergänzen. Kardinal Woelki betonte, dass die Stiftung ausdrücklich jede Form von Berufung fördern soll und deshalb Angebote sowohl zur Förderung des priesterlichen und diakonalen Nachwuchses wie auch von Pastoral- bzw. GemeindereferentInnen dienen wird. "Es geht um die Zukunft der Kirche von Köln, die wir gemeinsam gestalten wollen. Es ist für uns überlebenswichtig, dass auch in Zukunft junge Menschen ihre Berufung zum besonderen Dienst in der Kirche entdecken. Vor dieser Herausforderung werde ich nicht weglaufen", so Kardinal Woelki.

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