Papst Franziskus bei der Neujahrsmesse in der St. Peters Basilika im Vatikan.
Papst Franziskus bei der Neujahrsmesse in der St. Peters Basilika im Vatikan.

01.01.2018

Erste Papstmesse im Jahr 2018 Papst ruft an Neujahr zu Stille und Vertrauen auf

Es ist das fünfte Mal, das Papst Franziskus als Oberhaupt von 1,12 Milliarden Katholiken den Neujahrsgottesdienst gefeiert hat. In seiner Predigt hat er etwa erklärt, warum es wichtig ist, ab und an einfach mal zu schweigen.

Papst Franziskus hat zum neuen Jahr zu Stille und Vertrauen aufgerufen. Wer sich jeden Tag einen Moment Zeit nehme, um mit Gott zu schweigen, bewahre seine Freiheit vor den "zersetzenden Banalitäten des Konsums", der Betäubung durch Werbung und vor Geschwätz, sagte der Papst beim Neujahrsgottesdienst im Petersdom.

Zugleich ermutigte er, "Hoffnungen und Ängste, Licht und Schatten" ins Gebet zu bringen. Gott trete ins Leben, wenn man sich nicht der Angst und der Trübsal oder dem Aberglauben überlasse.

Was ist das Neue?

Gott sei Mensch geworden, "um nicht nur mit uns, sondern auch wie wir zu sein", sagte der Papst. "Dies ist das Wunder, die Neuheit: Der Mensch ist nicht mehr allein; er ist nie mehr Waise, er ist für immer Sohn oder Tochter." Jeder dürfe sich "in dem schwachen Gott, dem Kind im Arm der Mutter, selbst wiedererkennen und sehen, dass die Menschheit dem Herrn lieb und heilig ist."

Dem menschlichen Leben zu dienen, bedeute deshalb, Gott zu dienen, sagte Franziskus. "Jedes Leben, vom Mutterleib an bis ins hohe Alter, auch das leidende und kranke Leben, wie unbequem oder gar widerwärtig es auch sein mag, ist anzunehmen, zu lieben und zu unterstützen."

Jeder ist geliebt

Vor der Weihnachtskrippe könne jeder Mensch entdecken, dass er geliebt sei, so der Papst. "Im schweigenden Betrachten lassen wir zu, dass Jesus zu unserem Herzen spricht: dass seine Kleinheit unseren Hochmut überwindet, dass seine Armut unser Schwelgen stört, dass seine Zärtlichkeit unser verhärtetes Herz anrührt."

Der Jahresbeginn fordere dazu auf, "neu von der Mitte her aufzubrechen, die Last der Vergangenheit abzulegen und wieder mit dem zu beginnen, was zählt", sagte Franziskus. Dabei verwies er auf die Muttergottes als Vorbild. Maria sei "genau so, wie Gott uns will, wie er seine Kirche will: Sie ist eine zärtliche Mutter, demütig, arm an materiellen Dingen, aber reich an Liebe".

An der Neujahrsmesse nahm auch Annette Schavan teil, Deutschlands amtierende Vatikanbotschafterin. Ebenfalls mit dabei war eine Delegation des Kindermissionswerks "Die Sternsinger" aus dem Bistum Passau. In ihren traditionellen Kostümen halfen die Jugendlichen bei der Gabenbereitung.

Weltfriedenstag 2018

Am 1. Januar hat Papst Franziskus zudem die große Messe zum Hochfest der Gottesmutter Maria und zum Weltfriedenstag gefeiert.

Der Papst warnte am Festtag der Gottesmutter Maria vor der Verbreitung leerer Worte und "Wogen des Klatsches". Er forderte zudem dazu auf, auch das leidende und kranke Leben anzunehmen, zu lieben und zu unterstützen, "wie unbequem oder gar widerwärtig es auch sein mag". Die Botschaft von Papst Franziskus zum Weltfriedenstag wurde bereits im November veröffentlicht. Hier ist sie in Gänze zu lesen.

(KNA)

Sonderseite zur KirchenMusikWoche im Erzbistum Köln

Konzerte, Gottesdienste, Orgelstunden und Talk: Hier geht es zu unserer Berichterstattung!

Das DOMRADIO.DE WM-Tippspiel

Tippen Sie kostenlos gegen Schwester Katharina die Fußball-WM. Für jeden Mitspieler spenden wir für einen guten Zweck! Den Gewinner erwartet eine Überraschung.

Der gute Draht nach oben!

Tageskalender

Radioprogramm

  • Tageskalender
  • 20.06.
06:00 - 06:30 Uhr

DOMRADIO Morgenimpuls

06:30 - 10:00 Uhr

DOMRADIO Der Morgen

  • Weltflüchtlingstag: Kirche unterstützt verfolgte Menschen
  • Interview mit Pfr. Franz Meurer: Gibt es Sozialneid zwischen bedürftigen Menschen?
  • Sommerzeit ist Pilgerzeit: warum fasziniert Santiago de Compostela so sehr?
10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

  • Gemeinsam gegen Fluchtursachen: missio und Kolping
  • Interventionsbeauftragter im EBK: Vorwürfe gegen Kita-Erzieherinnen
  • Sind Ankerzentren sinnvoll? - Diakonie Deutschland
10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

  • Gemeinsam gegen Fluchtursachen: missio und Kolping
  • Interventionsbeauftragter im EBK: Vorwürfe gegen Kita-Erzieherinnen
  • Sind Ankerzentren sinnvoll? - Diakonie Deutschland
15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

  • Appelle am Weltflüchtlingstag
  • Wer liegt vorne beim DOMRADIO.DE-Tippspiel?
  • Welche Folgen hat der Austritt der USA aus dem UN-Menschenrechtsrat?
15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

  • Appelle am Weltflüchtlingstag
  • Wer liegt vorne beim DOMRADIO.DE-Tippspiel?
  • Welche Folgen hat der Austritt der USA aus dem UN-Menschenrechtsrat?
19:00 - 22:00 Uhr

DOMRADIO Der Abend

22:00 - 22:30 Uhr

DOMRADIO Nachtgebet

Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Programmtipps

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…

Empfangsanleitung zum Ausdrucken

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Jeden Sonntag ab 8 Uhr!

Gemeinsam für das Mehr im Menschen

Berufungspastoral im Erzbistum Köln: Dein Platz in Kirche und Welt.

Das ganze Leben

Hilfsangebote der Kirche im Erzbistum Köln.

Der tägliche Impuls von Weihbischof Puff

Weihbischof Schwaderlapp beantwortet Glaubensfragen