Papst Franziskus
Papst Franziskus

20.10.2017

Papst hält Ungleichheit nicht für schicksalhaft "Welt von innen her verändern"

Ungleichheit und Ausbeutung auf der Welt sind nach Einschätzung von Papst Franziskus keine schicksalhaften Gegebenheiten. Vielmehr stünden dahinter konkrete gesellschaftliche und wirtschaftliche Entscheidungen, betonte der Papst.

Wenn es vorrangig um Gewinne gehe, könne auch eine Demokratie leicht vom Geld bestimmt werden. In einer Plutokratie (Herrschaft des Geldes) stiegen Ungleichheiten und die Ausbeutung des Planeten, gab der Papst am Freitag im Vatikan.zu Bedenken.

Dies sei jedoch "kein Schicksalsschlag", sondern durch das Verhalten von Individuen und den Wirtschaftsregeln einer Gesellschaft bestimmt.

Welt von innen her verändern

Es gehe darum, solchen Modellen mutig entgegenzugehen und die Welt von innen her zu verändern, sagte Franziskus vor Mitgliedern der Päpstlichen Akademie der Sozialwissenschaften.

Gemäß der katholischen Soziallehre gelte es, das Recht des Einzelnen mit dem Allgemeinwohl in Einklang zu bringen. Fundamentale Werte wie Demokratie, Gerechtigkeit, Freiheit, Familie und die Schöpfung dürften nicht auf dem "Altar der Effizienz" geopfert werden.

Für menschenwürdige Arbeitsbedingungen

Der Papst sprach sich in diesem Zusammenhang auch erneut für menschenwürdige Arbeitsbedingungen aus. "Wir müssen vom Markt nicht nur verlangen, ausreichend Reichtum und nachhaltiges Wachstum zu schaffen, sondern auch Einsatz für die umfassende Entwicklung der Menschen", sagte der Papst.

Er forderte eine auf den Dienst an den Menschen ausgerichtete Politik, die sich für das Allgemeinwohl einsetze und die Natur respektiere. "Da muss man sich vom Druck der öffentlichen und privaten Lobbys befreien, die nur Einzelinteressen verteidigen", sagte er. Es sei nötig, Formen "spiritueller Faulheit" zu überwinden.

(KNA)

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