Der historische Teil der kolumbianischen Stadt Cartagena
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Der Papst in Kolumbien
Der Papst in Kolumbien

10.09.2017

Franziskus in Cartagena Nach Protesten: Kein Sichtschutz um Armenviertel

Am letzten Tag seiner Reise wird Papst Franziskus in der Hafenstadt Cartagena de Indias erwartet. Im Problem- und Armenviertel San Francisco in Cartagena freut man sich auf den Papst und hofft auf seine Unterstützung.

Zum Abschluss seiner Kolumbienreise besucht Papst Franziskus am Sonntag die von Armut geprägte Hafenstadt Cartagena. Der erste Termin gilt Sozialprojekten und der Begegnung mit Armen. Unter anderem soll der Papst den Grundstein für Obdachlosenunterkünfte segnen. Es folgt ein symbolträchtiger Besuch an der Wallfahrtsstätte des Nationalheiligen Petrus Claver (1580-1654). Seine Schlussmesse feiert der Papst im Hafenareal an der Bucht von Cartagena.

Dort haben derweil Proteste über den Versuch, ein Armenviertel durch Sichtbarrieren abzuschirmen, offenbar zum Erfolg geführt. Aufgrund der heftigen Kritik ordnete Cartagenas Interims-Bürgermeister Sergio Londono Medienberichten zufolge den Abbau des Sichtschutzes an und betonte, die Barrieren seien ohne Erlaubnis der Stadtverwaltung aufgebaut worden. In einer Pressekonferenz am Samstag (Ortszeit) bemühte er sich, die Wogen zu glätten. Cartagena habe nichts vor dem Papst zu verbergen. Das Kirchenoberhaupt werde in der Stadt sogar ein Armenviertel besuchen, so Londono.

Dies sei ein Versuch, die Armut und Verlassenheit, in dem Viertel unsichtbar zu machen, hatte eine Sprecherin der Bürgervereinigung des betroffenen Viertels Ceballos währen der Aktion in der vergangenen Woche kritisiert. "Sie wollen uns einsperren, als ob wir Tiere wären. Sie wollen uns zudecken als ob wir eine Krankheit hätten oder nicht würdig wären, unsere eigenen Freiräume zu haben", sagte Martha Angulo dem Sender "W Radio".

Franziskus bei Adveniat

In Cartagena wird der Papst auch das Projekt Talitha Kum besuchen, das bereits seit einigen Jahren vom Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat unterstützt wird. Hier finden 140 Mädchen zwischen neun und 17 Jahren aus dem Elendsviertel Afriquita einen Ort.

"Wir stehen mit unseren Partnern vor Ort an der Seite der Armen. Papst Franziskus würdigt mit seinem Besuch unseren gemeinsamen Einsatz für die Kinder und Jugendlichen, die ihrer Zukunft beraubt werden", erklärt Pater Michael Heinz SVD, Hauptgeschäftsführer des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat, der den Papst auf seiner Kolumbienreise begleitet. "Ich habe erst vor einigen Monaten Schwester Blanca Nubia Lopez und ihre Mitarbeiterinnen selbst bei ihrer Arbeit erlebt. Mit ihren Bildungsangeboten und psychosozialen Hilfestellungen eröffnen sie diesen Kindern und Jugendlichen Perspektiven, um ihr Leben, ihre Zukunft zu gestalten. Viele Mädchen haben hier das erste Mal die Möglichkeit, über ihre Traumata, ihre Verletzungen zu sprechen und diese aufzuarbeiten."

Rückblick auf Samstag

Am Samstag hatte das Kirchenoberhaupt in Medellin eine Messe mit Hunderttausenden Menschen gefeiert. Im Mittelpunkt seines dritten Besuchstages in Kolumbien stand die innerkirchliche Erneuerung. Nach dem anschließenden Besuch in einem Kinderheim traf er sich mit rund 12.000 Priestern, Ordensleuten, Seminaristen und deren Angehörigen in Medellins Veranstaltungsarena "La Macarena". Der Papst betonte in seiner Rede, dass Berufungen sich auch "auf dem Weg des Leidens und des Blutes" fänden.

(KNA, DR)

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