Generalaudienz mit Papst Franziskus
Generalaudienz mit Papst Franziskus
Juni 2014: Papst Franziskus begrüßt Schimon Peres (r.) und Mahmud Abbas (M.) im Vatikan
Juni 2014: Papst Franziskus begrüßt Schimon Peres (r.) und Mahmud Abbas (M.) im Vatikan

07.06.2017

Papst setzt Zeichen gegen Hass "Minute für den Frieden"

Mit einer "Minute für den Frieden" will Papst Franziskus am Donnerstag an sein Treffen mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und dem damaligen israelischen Staatspräsidenten Schimon Peres vor drei Jahren im Vatikan erinnern.

Gegenwärtig sei es "so nötig, dass Christen, Juden und Muslime für den Frieden beten", sagte Franziskus bei seiner Generalaudienz auf dem Petersplatz. Die Gedenkminute soll am Donnerstag um 13.00 Uhr stattfinden.

Am 8. Juni 2014 hatten sich der inzwischen verstorbene Peres und Abbas mit Franziskus im Vatikan getroffen, um in der je eigenen religiösen Tradition für Frieden im Nahen Osten zu beten. Die Initiative war aus einem Besuch des Papstes in Israel und Palästina im Mai des gleichen Jahres entstanden.

Während der Begegnung in den Vatikanischen Gärten verlangte der Papst von beiden Seiten den Mut, die Friedensverhandlungen wieder aufzunehmen und die "Spirale des Hasses und der Gewalt" zu durchbrechen.

Papst: Christliches Gottesbild ist eine "Revolution"

Bei seiner Generalaudienz hat Papst Franziskus zudem das christliche Gottesbild eines liebenden Vaters als "Revolution" der Religionsgeschichte bezeichnet. Gegenüber dem "Geheimnis Gottes", das den Menschen fasziniere und zugleich klein erscheinen lasse, brauche der Gläubige keine Angst zu haben, so Franziskus. Selbst wenn ein Mensch behaupte, ohne Gott zu leben, sei Gott "nie ein Gott ohne den Menschen".

Als Kern des christlichen Betens bezeichnete der Papst den "Mut, Gott mit dem Namen Vater zu nennen". Diese vertrauensvolle Beziehung wie die eines Kindes sei "die große Revolution, die das Christentum in das religiöse Bewusstsein des Menschen bringt". Zugleich sei Gott "wehrlos vor dem freien Willen des Menschen".

Franziskus verwies dabei auf die biblische Parabel vom verlorenen Sohn und dem barmherzigen Vater (Lukasevangelium 15). "Dieser Vater wendet nicht die Kriterien menschlicher Gerechtigkeit an, sondern verspürt vor allem den Drang zu verzeihen". So gebe er dem zurückgekehrten Sohn zu verstehen, "dass er seiner Vaterliebe schmerzlich gefehlt hat", sagte der Papst. Jesus lehre, nicht zu resignieren und sich in sich selbst zu verschließen, sondern Gott vertrauensvoll zu bitten. Die Gewissheit, dass Gott als liebender Vater auf den Menschen schaue und ihn nicht verlasse, sei "die Quelle unserer Hoffnung", so Franziskus.

(KNA)

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