Lutherdenkmal in Wittenberg
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23.04.2017

Papst gibt Startschuss für Friedenslauf nach Wittenberg Für Frieden, Demokratie und Toleranz

Papst Franziskus hat einen "Friedenslauf" von Rom nach Wittenberg eröffnet, bei dem sich rund 50 Läufter beteiligen wollen.

Zum Abschluss des Mittagsgebets auf dem Peterplatz lobte der Papst die Initiative "Friedenslauf" am Sonntag ausdrücklich. Anschließend machten sich die rund 50 Läufer und Betreuer auf den rund 2.000 Kilometer langen Weg zum Wirkungsort des Reformators Martin Luther, den sie am 8. Mai erreichen wollen.

Gruppen von jeweils zwei oder drei Läufern wechseln sich wie bei einem Staffellauf alle 15 Kilometer ab. Der Spendenlauf steht unter dem Motto "Für Frieden, Demokratie und Toleranz, gegen Fremdenfeindlichkeit".

Zeichen von unten

"Wir stellen uns als Sportler auf, um aufmerksam zu machen, wie gefährlich die Welt jetzt ist. Wir wollten ganz einfach als Sportler von unten her ein Zeichen setzen, dass es so nicht weitergehen soll", sagte der Initiator Peter Junge am Wochenende Radio Vatikan. Bereits am Mittwoch überreichten die Läufer dem Papst nach der Generalaudienz auf dem Petersplatz eine Läuferjacke und eine Läufermütze des Vereins "Friedenslauf von Rom 2017".

Die Teilnehmer sind allesamt Hobbyläufer. Einige sind jedoch frühere Leistungssportler wie der Schwimmer Paul Biedermann, der Schwergewichtsboxer Timo Hoffmann oder die Ruder-Olympiasiegerin Julia Lier.

Papst: Christen müssen Instrumente des Friedens sein

Papst Franziskus hat Christen dazu aufgerufen, "Instrumente der Gerechtigkeit, der Versöhnung und des Friedens" zu sein. Gewalt, Boshaftigkeit und Rache machten keinen Sinn, sagte er am Sonntag beim Regina-Coeli-Gebet auf dem Petersplatz.

Diese Einsicht vermittele die Barmherzigkeit, die den "Grundpfeiler im Glaubensleben" bilde. "Die Barmherzigkeit öffnet auch die Tür des Herzens und erlaubt Nähe auszudrücken, vor allem mit den Einsamen und Ausgegrenzten, weil sie diesen das Gefühl gibt, Brüder und Kinder eines einzigen Vaters zu sein", so der Papst. Sie sei die konkrete Form, in der Gläubige die Auferstehung Jesu Christi sichtbar machen könnten.

Anlass der Äußerungen war der Barmherzigkeitssonntag, den die katholische Kirche an diesem Tag beging. Er war im Jahr 2000 von Johannes Paul II. eingeführt worden. Im vergangenen November ging das Heilige Jahr der Barmherzigkeit zu Ende, das Franziskus ausgerufen hatte.

Christus habe seiner Kirche als erste Aufgabe aufgetragen, allen die Vergebung der Sünden zu verkünden, sagte der Papst weiter. Wer barmherzig sei, verstehe zudem das Geheimnis Gottes und seiner persönlichen Existenz besser.

(KNA)

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