Papst Franziskus im Gebet
Papst Franziskus im Gebet

03.07.2016

Papst betet für Terror-Opfer von Bagdad und Dhaka "Barbarische Akte"

Papst Franziskus hat seine Nähe zu den Opfern der Anschläge in Dhaka und Bagdad bekundet. Bei der traditionellen Andacht auf dem Petersplatz lud er zehntausende Besucher und Pilger zu einem Gebet für die betroffenen Familien auf.

"Der Herr bekehre die Herzen der Gewalttätigen, die vom Hass verblendet sind", sagte er. Am Samstagabend war im belebten Zentrum von Bagdad eine Autobombe detoniert. Wie der britische Sender BBC unter Berufung auf Polizeiangaben berichtet, wurden mindestens 79 Menschen getötet und 131 verletzt. Zu der Tat bekannte sich die Terror-Organisation "Islamischer Staat".

Der Anschlag ereignete sich während des abendlichen Fastenbrechens im Ramadan, als viele Passanten unterwegs waren. Später explodierte in einem schiitisch geprägten Viertel im Norden der Stadt ein zweiter Sprengsatz. Dadurch wurden laut BBC fünf Menschen getötet.

Barbarischer Akt

Das Attentat auf ein Lokal in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka hatte der Papst bereits am Samstag als "barbarischen Akt" und "Beleidigung Gottes und der Menschheit" verurteilt. Er sei "tief betrübt über die sinnlose Gewalt gegen unschuldige Opfer in Dhaka", hieß es in einem Beileidstelegramm des vatikanischen Staatssekretariats. Franziskus sicherte den Hinterbliebenen der Opfer und den Verwundeten sein Gebet zu.

Bei dem Angriff auf ein bei Ausländern beliebtes Cafe in Dhakas Diplomatenviertel mit anschließender Geiselnahme kamen mindestens 20 Zivilisten und zwei Polizisten ums Leben. Sechs Attentäter wurden bei der Erstürmung des Lokals durch Sicherheitskräfte getötet, einer wurde festgenommen. Bei den Tätern soll es sich nach Regierungsangaben um Islamisten handeln, die jedoch nicht in Verbindung mit dem "Islamischen Staat" stehen.

Franziskus warnt vor Christenverfolgung

Bei seiner Andacht hat Papst Franziskus die Christen zudem vor Verfolgungen gewarnt. Wer die "Botschaft der Hoffnung und des Trostes, des Friedens und der Liebe" bringe, müsse sich "der schwierigen und manchmal feindlichen Wirklichkeit bewusst sein, die ihn erwartet", sagte der Papst auf dem Petersplatz. Er fügte hinzu, Feindseligkeit stehe "immer am Anfang von Christenverfolgungen".

Zu erwartende Widerstände durch das "Wirken des Bösen" seien auch der Grund, weshalb christliche Glaubensboten sich von "menschlichen Bedingtheiten jeder Art" freihalten sollten, so der Papst weiter. "Das heißt, jedes Motiv persönlichen Stolzes, Karrierismus oder Machthunger aufzugeben." Christen sollten allein auf die Macht des Kreuzes Christi vertrauen.

Die Kirche brauche Missionare, die "mit Freude das Evangelium im Alltag verkünden" und "Tag für Tag das Reich Gottes aufbauen", sagte Franziskus und unterstrich: "Aufbauen, nicht zerstören." Besonders rief er junge Menschen auf, Vorbildern im Glauben zu folgen: "Habt keine Angst, habt Mut und tragt anderen diese Fackel des apostolischen Eifers weiter, die uns von diesen vorbildlichen Jüngern gegeben wurde."

(KNA)

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