Papst Franziskus und Bartholomaios I.
Papst Franziskus und Bartholomaios I.

28.06.2016

Papst und Patriarch für gemeinsame Hilfseinsätze Verantwortung für Bedürftige

Papst Franziskus und das Ehrenoberhaupt der Orthodoxie, Patriarch Bartholomaios I., wollen den vereinten Einsatz ihrer Kirchen für Arme und Flüchtlinge verstärken. Sie hätten eine gemeinsame Verantwortung für Bedürftige, so der Papst.

Katholiken und Orthodoxe hätten eine "gemeinsame Verantwortung für Bedürftige", sagte Franziskus beim Empfang einer orthodoxen Delegation am Dienstag im Vatikan. Bartholomaios I. hob am gleichen Tag in einem Schreiben an den Papst hervor, gemeinsame Antworten auf globale Herausforderungen böten ein "gutes Zeugnis" der Kirchen. Anlass der Delegation und der Grußbotschaft war das Patronatsfest des Bistums Rom, das am Mittwoch begangen wird.

Franziskus sagte in seiner Ansprache, humanitäre Verantwortung kirchenübergreifend wahrzunehmen, sei "eine Pflicht, die die Glaubwürdigkeit unseres Christseins betrifft". Als beispielhaft für dieses Engagement verwies er auf seinen Besuch des Flüchtlings-Aufnahmezentrums auf der Insel Lesbos, den er im April mit Patriarch Bartholomaios I. und dem griechischen orthodoxen Primas Hieronymos II. unternommen hatte.

Gemeinsamer Lesbos-Besuch

"Die Verzweiflung in den Gesichtern der Männer, Frauen und Kinder zu sehen, die über ihr Schicksal im Ungewissen sind, ohnmächtig die Berichte ihrer Erlebnisse zu hören und im Gebet am Ufer dieses Meeres zu verharren, das so viele unschuldige Menschenleben verschlungen hat, war eine sehr bewegende Erfahrung", sagte der Papst. Dabei sei ihm die "menschliche und geistliche Nähe" des Patriarchen ein Trost gewesen.

Mit Blick auf die 1054 vollzogene Spaltung der beiden Kirchen sagte der Papst, es gelte die Einheit des ersten Jahrtausends wiederzufinden. Diese sei jedoch "nie Uniformität gewesen, sondern immer Gemeinschaft im Respekt der berechtigten Unterschiede". Der seit mehr als 50 Jahren laufende theologische Dialog zwischen Katholiken und Orthodoxen könne die Trennung überwinden helfen.

Liebe Gottes verbindet

Bei allen Unterschieden verbinde die Kirche von Rom und die Kirche von Konstantinopel die Erfahrung der Liebe Gottes. Barmherzigkeit müsse immer mehr der Maßstab der beiderseitigen Beziehungen werden, so der Papst. Rivalität, Misstrauen und Groll hätten darin keinen Platz. "Möge uns die Barmherzigkeit von der Last einer von Konflikten gezeichneten Vergangenheit befreien", sagte Franziskus.

(KNA)

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