Franziskus während der Aschermittwochsmesse
Franziskus während der Aschermittwochsmesse
Franziskus hält gesegnete Asche
Franziskus: "Es geht um die dienende Liebe"

11.02.2016

Papst feiert Aschermittwochsmesse Fastenzeit als Versöhnung mit Gott und Mitmenschen

Papst Franziskus hat dazu aufgerufen, die Fastenzeit zur Versöhnung mit Gott und den Mitmenschen zu nutzen. In der 40-tägigen Bußzeit sollten die Menschen, "das Herz und das Leben reinigen", um die christliche Identität wiederzugewinnen.

"Es geht dabei um die dienende Liebe und nicht um den Egoismus, der uns dient", sagte Franziskus bei der Aschermittwochsmesse im Petersdom. "Lasst euch mit Gott versöhnen!" zitierte der Papst aus dem Korinther-Brief. Jesus rufe dazu auf, Gebet, Nächstenliebe und Buße "authentisch zu leben, und so die Heuchelei zu besiegen", so Franziskus.

Falschheit, Weltlichkeit und Gleichgültigkeit gegenüber anderen müsse eine Absage erteilt werden, ebenso wie dem "Besessensein von materiellen Dingen", die die Menschen am Ende arm zurückließen, sagte der Papst. Wie üblich teilte er während der Messe das Aschenkreuz aus.

Missionare mit speziellen Vollmachten

Aus Anlass des Heiligen Jahrs der Barmherzigkeit feierte Franziskus den Gottesdienst nicht wie sonst auf dem Aventin-Hügel, sondern im Vatikan. Zum Ende der Messe entsandte er mehr als 1.000 ausgewählte Priester aus aller Welt als sogenannte "Missionare der Barmherzigkeit", darunter auch 19 Deutsche.

Die "Missionare der Barmherzigkeit" sollen sich vor allem dem Bußsakrament widmen, das der Papst im Heiligen Jahr besonders fördern will. Sie wurden dazu mit speziellen Vollmachten ausgestattet. "Liebe Brüder, möget ihr helfen, die Tür der Herzen zu öffnen, die Scham zu überwinden und nicht vor dem Licht zu fliehen", sagte der Papst. Die "Missionare" können im Verlauf des Heiligen Jahres von Sünden lossprechen, von denen normalerweise nur der Heilige Stuhl freisprechen kann. Dazu gehören etwa Hostienschändung, Attentate auf den Papst oder der Bruch des Beichtgeheimnisses.

In seiner Predigt sagte Franziskus weiter, der erste Schritt auf dem christlichen Weg sei es, das eigene Herz zu öffnen und zu erkennen, dass man Gottes Barmherzigkeit brauche. Der Mensch allein sei nicht in der Lage, sich zu ändern. Franziskus warnte davor, die eigenen Sünden zu rechtfertigen und kleinzureden. Zudem dürfe man sich nicht in Selbstmitleid verlieren und in Traurigkeit verfallen.

(KNA)

Nachrichten-Video

Zum Video:
Montag, 19.02.2018

Video, Montag, 19.02.2018:Christliche Nachrichten

Jetzt im Radioprogramm

10:00 - 15:00 Uhr 
Der Tag

Wer's hört, wird selig!

Tageskalender

Radioprogramm

  • Tageskalender
  • 19.02.
06:00 - 10:00 Uhr

Der Morgen

  • Die Frühjahrsvollversammlug in Ingolstadt
  • Münsteraner Grüne fordern: Keine AfD beim Katholikentag
  • Pluto: Der Planet, der keiner war
10:00 - 15:00 Uhr

Der Tag

  • Fastenbier bringt Spenden für Misereor
  • Annegret Kramp-Karrenbauer soll neue CDU-Generalsekretärin werden
10:00 - 15:00 Uhr

Der Tag

  • Fastenbier bringt Spenden für Misereor
  • Annegret Kramp-Karrenbauer soll neue CDU-Generalsekretärin werden
15:00 - 19:00 Uhr

Der Tag

  • Kunst für Sehbehinderte - Ausstellung im Duisburger Lehmbruck Museum
  • Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischöfe in Ingolstadt
15:00 - 19:00 Uhr

Der Tag

  • Kunst für Sehbehinderte - Ausstellung im Duisburger Lehmbruck Museum
  • Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischöfe in Ingolstadt
19:00 - 22:00 Uhr

Der Abend

00:00 - 06:00 Uhr

Nachtportal

Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

Komplet – Das Nachtgebet mit Weihbischof Ansgar