Papst Franziskus spricht zu den Kapuzinern
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Junge Frau mit Rosenkranz
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09.02.2016

Papst Franziskus appelliert an Beichtseelsorger "Beichte ist zum Vergeben da"

Papst Franziskus hat alle Beichtseelsorger aufgerufen, in erster Linie "Männer der Vergebung, der Versöhnung, des Friedens" zu sein. Dies sagte der Papst nach Vatikanangaben bei einer Messe mit Kapuzinern aus aller Welt im Petersdom.

Wenn ein Priester die Absolution einmal nicht erteilen könne, dann solle er "nicht schlagen", bat der Papst. Franziskus feierte die Messe in der Vatikan-Basilika, wo zum Heiligen Jahr noch bis Donnerstag früh die Reliquien der beiden Heiligen Kapuziner Pater Pio (1887-1968) und Pater Leopold Mandic (1866-1942) zur Verehrung gezeigt werden. Am Gottesdienst nahmen auch die Kardinäle des K-9 Rats für die Kurienreform teil.

Beichte zum Vergeben da

"Ich spreche zu Euch als Bruder, und in Euch spreche ich alle Beichtväter an - besonders im Heiligen Jahr der Barmherzigkeit. Die Beichte ist zum Vergeben da", betonte der Papst. Alle Beichtseelsorger sollten sich die beiden Heiligen Pater Pio und Pater Leopold als Vorbild nehmen. Beide Kapuziner hatten ihr Leben der Beichte verschrieben.

Franziskus erinnerte daran, dass Menschen, die zur Beichte gingen, bereits bereuten und sich von belastenden Dingen befreien wollten. In diesem Fall sei es nicht nötig, noch viele weitere Fragen zu stellen. Die Menschen kämen, weil sie sich ändern wollten. Priester sollten dem immer Rechnung tragen. Oft sei es für die Menschen nicht einfach, sich zu ändern - aufgrund psychologischer Bedingungen, der Lebensumstände und besonderer Situationen.

Seelsorger mit Bedenken, zuviel zu vergeben

Er wisse, manche Seelsorger hätten Bedenken, "zu viel zu vergeben", sagte Franziskus. Dazu nannte der Papst das Beispiel eines Priesters, der in dieser Situation gebetet habe: "Herr, verzeih mir, ich glaube ich habe heute zu viel vergeben. Aber Herr, du hast mir dieses schlechte Beispiel gegeben!". Zugleich lobte der Papst die Ordensleute: Er wisse, dass unter ihnen viele großartige Beichtväter seien, die demütig und ihrer eigenen Sünden bewusst den Herrn um Vergebung bäten. "Wer hingegen die Notwendigkeit, um Vergebung zu bitten, vergisst, der vergisst langsam auch Gott; er vergisst, um Vergebung zu bitten und kann nicht vergeben", so Franziskus.

(KNA)

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