Ordensschwestern in der St. Patricks Kathedrale in New York
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Indische Ordensschwestern
Indische Ordensschwestern

01.02.2016

Papst Franziskus lobt Ordensjahr als erfolgreich Jesu' Botschaft praktisch umsetzen

Papst Franziskus hat das zu Ende gehende "Jahr der Orden" der katholischen Kirche als Erfolg bezeichnet. Das Themenjahr habe den Wert und die Schönheit des gottgeweihten Lebens aufleuchten lassen, sagte Franziskus.

Der Papst sprach bei einem Treffen mit mehreren tausend Ordensleuten im Vatikan. Er wisse, dass viele von ihnen ihre Berufung mit neuer Freude erlebten, so Franziskus. Neben den zentralen Veranstaltungen in Rom habe es in der Weltkirche in den vergangenen 14 Monaten des Ordensjahres sehr viele Initiativen gegeben, lobte der Papst. Am Dienstag wird er das Themenjahr mit einer Messe im Petersdom beschließen.

Gelingendes Ordensleben beruht nach Franziskus´ Worten auf drei Säulen: der prophetischen Mission in der Nachfolge Jesu, der Nähe zu Armen, Kranken und Bedürftigen und dem Spenden von Hoffnung in einer oft verzagten und ängstlichen Menschheit. Mehr noch als mit Worten sollten Ordensleute die Botschaft Jesu durch ihr praktisches Leben bezeugen, so der Papst, der selbst dem Jesuitenorden angehört. "Wichtig ist, nicht für sich selbst zu leben, so wie Jesus nicht für sich selbst gelebt hat, sondern für den Vater und für uns."

Papst Franziskus hatte das Ordensjahr am 30. November 2014 eröffnet. Es sollte dazu beitragen, die Aufmerksamkeit und Wertschätzung für geistliche Orden zu stärken und ihre aktive Rolle in der modernen Gesellschaft bewusst zu machen. Außerdem ging es um die kritische Selbstbesinnung der Orden auf ihre Aufgaben. 

Westliche Orden kämpfen mit Mitgliederschwund

Weltweit gibt es rund 900.000 katholische Ordensleute; mehr als drei Viertel davon sind Frauen. In westlichen Ländern leiden die Orden wegen Überalterung und fehlendem Nachwuchs unter Mitgliederschwund. Dagegen verzeichnen sie in vielen Ländern Afrikas und Asiens deutliche Zuwächse.

Die Zahl der Ordensleute in Deutschland ist seit Jahrzehnten stark rückläufig. So hat sich die Zahl der Schwestern in den vergangenen 20 Jahren halbiert, von 38.000 im Jahr 1995 auf 18.300 Ende 2013. Auf 1.000 Todesfälle kommen in den deutschen Frauenorden etwa rund 60 Neueintritte pro Jahr. Bei den Männern ist die Entwicklung ähnlich. Die Mehrheit ist wie bei den Frauen inzwischen älter als 65 Jahre.

(KNA)

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