Die US-Botschaft im Vatikan zieht um
Vatikan

07.11.2015

Medien: "Peterspfennig" 2014 teilweise "zweckentfremdet" Spendengelder für den Papst verschwendet?

Von den Spendengeldern für den Papst, dem sogenannten Peterspfennig, kam nach Informationen von "Vatican insider" auch 2014 nur ein Teil unmittelbar karitativen Zwecken zugute.

Insgesamt seien dafür gut 25 Millionen Euro ausgegeben worden, schreibt das römische Internetportal am Samstag unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten «Monsignore». Der unbezifferte restliche Betrag wurde demnach hauptsächlich zum Unterhalt von vatikanischen Botschaften und zur Unterstützung von Bistümern in armen Ländern ausgegeben.

Peterspfennig

Laut der offiziellen Internetseite des Vatikan ist der "Peterspfennig" dazu gedacht, die Sorge des Papstes "um die Erfordernisse der universalen Kirche" und den "Dienst an den Bedürftigen zu unterstützen". Die Kollekte für den "Peterspfennig" wird jedes Jahr am 29. Juni oder am vorhergehenden beziehungsweise nachfolgenden Sonntag in den Gemeinden der katholischen Weltkirche abgehalten.

Zwei italienische Journalisten legen in ihren kommenden Woche erscheinenden Enthüllungsbüchern anhand vertraulicher Unterlagen dar, dass ein beachtlicher Teil der Einnahmen aus dem "Peterspfennig bis 2013 zum Stopfen von Finanzlöchern im vatikanischen Haushalt verwendet worden sei und sprechen von "Zweckentfremdung".

Für den Dienst des Papstes

Vatikansprecher Federico Lombardi dementierte, dass es sich hierbei um eine Zweckentfremdung handele. Er verwies darauf, dass diese Spenden traditionell für den Dienst des Papstes bestimmt seien. Dazu zählten auch die römische Kurie, die Initiativen des Papstes außerhalb des Bistums Rom, die Kommunikation seiner pastoralen Katechesen vor Gläubigen und die Unterstützung der 180 diplomatischen Vertretungen des Heiligen Stuhls in aller Welt.

Bisher hat der Vatikan Ergebnis für den "Peterspfennig" 2014 nicht mitgeteilt. Die letzte verfügbare Zahl - 78 Millionen US-Dollar (knapp 60 Millionen Euro) - gibt es für das Jahr 2013. Der jährliche Beitrag aus Deutschland liegt nach Angaben der Deutschen Bischofskonferenz im "einstelligen Millionenbereich".

Offiziell bekannt war bislang nur, dass der "Peterspfennig" während der schweren Finanzkrise des Vatikan unter Johannes Paul II. in den 1980er- und 1990er Jahren zum Stopfen von Finanzlöchern verwendet wurde.

(KNA)

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