Der Papst bei einem Treffen mit philippinischen Familien
Der Papst bei einem Treffen mit philippinischen Familien

16.01.2015

Papst trifft Familien auf den Philippinen "Die Zukunft der Menschheit geht über die Familie"

Papst Franziskus hat auf den Philippinen zum Schutz der Familie aufgerufen. Das Familienleben sei heute einem vielfältigen Druck ausgesetzt: durch finanzielle Probleme, Migration, Arbeitsplatzmangel und durch Naturkatastrophen.

Außerdem gebe es zunehmenden Druck vonseiten einiger, die die Institution Ehe selbst neu definieren wollten, sagte er am Freitag bei einem Treffen mit Familien in einer Veranstaltungsarena in Manila. Mit Nachdruck unterstrich der Papst die Unantastbarkeit jedes menschlichen Lebens von der Zeugung bis zum natürlichen Tod.

Ausdrücklich warnte Franziskus in einem improvisierten spanischen Einschub vor einer "ideologischen Kolonisierung" der Familie, um diese zu zerstören. "Wie wir in unserer Geschichte Nein zu einer politischen Kolonisierung gesagt haben, sagen wir jetzt Nein zu einer ideologischen Kolonisierung der Familie."

Aufruf, sich für Menschen ohne Familie einzusetzen

In seiner ansonsten auf Englisch gehaltenen Rede würdigte Franziskus auch den Mut seines Vorgängers Paul VI. (1963-1978), der sich mit seiner Enzyklika "Humanae vitae" zum Lebensschutz gegen den Zeitgeist gestellt habe. Er habe die Beichtväter zwar zu Barmherzigkeit angehalten; mit Blick auf die gesamte Menschheit habe er aber vor allem die Gefahr einer Zerstörung der Familie durch den Verlust an Kindern gesehen.

Jede Gefährdung der Familie sei eine Gefährdung der Gesellschaft selbst, unterstrich der Papst bei einem Wortgottesdienst mit mehr als 10.000 Familien, und weiter: "Die Zukunft der Menschheit geht über die Familie." Daher brauche es gute und starke Familien, um diese Gefahren zu überwinden. Insbesondere rief Franziskus die Familien auf, sich für Mitmenschen in Not und für Menschen ohne Familien einzusetzen.

Vor der Rede des Papstes hatten mehrere Familien, darunter ein taubstummes Ehepaar, dem Papst über ihre Lebenssituation und ihre Probleme im Alltag, aber auch über ihre Arbeit in der Kirche und ihren Gemeinden christlichen Glauben berichtet.

Zeugnis des Familienlebens in die Welt tragen

Bei der Begegnung mit den Familien verwies Franziskus auf die große Bedeutung der Familien für die Erziehung im Glauben und in gesunden Werten. In der Familie lerne man zu vergeben, zu lieben, großherzig und offen zu sein statt verschlossen und selbstsüchtig. Hier lerne man, über die eigenen Bedürfnisse hinauszugehen, anderen Menschen zu begegnen und einen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten.

An die christlichen Familien appellierte der Papst, ihren Glauben nicht zu verstecken, sondern durch das Zeugnis des Familienlebens in die Welt zu tragen. Sie sollten sich täglich Zeit zum Gebet nehmen, auch wenn Pflichten und Arbeiten in Haus und Beruf dies schwierig machten.

(KNA)

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