Papst Franziskus auf dem Soldatenfriedhof
Papst Franziskus auf dem Soldatenfriedhof
Soldat in historischer Uniform
Soldat in historischer Uniform

13.09.2014

Papst Franziskus betet für Kriegsopfer "Krieg zerstört das Schönste"

Hunderttausende Soldaten mussten bei den Kämpfen zwischen Italien und Österreich-Ungarn im 1. Weltkrieg sterben. Zu ihrem Gedenken feierte Papst Franziskus am Samstag im Norden Italiens eine Messe. Gemeinsam mit 200.000 Gläubigen.

Papst Franziskus hat an der ehemaligen Isonzofront in Norditalien der Toten des Ersten Weltkriegs (1914-1918) gedacht. Nach der Landung am Samstagmorgen fuhr der Papst zunächst vorbei an Zehntausenden Gläubigen zu einem Friedhof für mehr als 14.500 Gefallene der österreichisch-ungarischen Armee. Für einen Moment verharrte er allein im stillen Gebet vor den Gräbern und legte einen Kranz nieder.

Messe mit 200.000 Gläubigen

Anschließend fuhr Franziskus im strömenden Regen weiter zum Denkmal «Sacrario di Redipuglia». Vor dem Monument mit den Gebeinen von mehr als 100.000 italienischen Gefallenen der Jahre 1915 bis 1918 feiert er eine Friedensmesse im Gedenken an die Toten des Ersten Weltkriegs und aller Kriege.

Kriegshetze und Waffenhandel

Wie 1914 entstünden auch heute Kriege durch geopolitische Pläne, Geldgier, Machthunger und die Interessen der Waffenindustrie. "Und diese Terrorplaner, diese Organisatoren der Konfrontation wie auch die Waffenhändler haben in ihr Herz geschrieben: 'Was geht mich das an?'", sagte Franziskus am Samstag während der Messe.

Gebete für eigene Angehörige

Außerdem gedachte der italienischstämmige Papst auch eigener Angehöriger, die bei den Kämpfen in der Region fielen. Er nahm während der Messe die militärische Kennkarte seines Großvaters entgegen. Giovanni Bergoglio, geboren 1884, diente während des Krieges in der Nachrichtentruppe der italienischen Armee und war nahe der Gedenkstätte, am Fluss Isonzo im Nordosten Italiens eingesetzt.

"Krieg ist ein Wahnsinn"

In seiner Predigt sagte Franziskus: "Nachdem ich die Schönheit der Landschaft dieser ganzen Gegend betrachtet habe, wo Männer und Frauen arbeiten und so ihre Familie voranbringen, wo die Kinder spielen und die Alten träumen…, kann ich nun hier an diesem Ort nur sagen: Der Krieg ist ein Wahnsinn. Er zerstört auch das Schönste, was Gott erschaffen hat: den Menschen."

Isonzo-Schlachten

An der nach dem Fluss Isonzo benannten Front sowie in den Dolomiten kämpften von 1915 bis 1918 Italien und Österreich-Ungarn erbittert gegeneinander. Der überwiegend in den Alpen ausgetragene Krieg, ein brutaler Stellungskrieg ähnlich wie an der Westfront, endete mit einer österreichischen Niederlage. Hunderttausende Soldaten starben. In der Folge musste Österreich Südtirol an Italien abtreten.

(rv, KNA)

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