Papst Franziskus
Papst Franziskus
Generalaudienz

03.04.2013

Papst besorgt über schwindenden Glauben an Auferstehung "Los geht’s, ihr jungen Leute!"

Papst Franziskus hat sich in seiner zweiten Generalaudienz besorgt über einen schwindenden Glauben an die Auferstehung Christi geäußert. Und sich speziell an Frauen und junge Menschen gerichtet.

Bei seiner Generalaudienz auf dem Petersplatz sprach Papst Franziskus an diesem Mittwoch besonders die jungen Gläubigen sowie die Frauen an. Sie alle forderte er auf, den Glauben weiter zu tragen. Der Rahmen der Generalaudienz war der Fortführung der Katechesereihe gewidmet, die sein Vorgänger Benedikt XVI. begonnen hatte. Der Papst widmete sich ausführlich dem Glaubensbekenntnis und der Aussage: Am dritten Tage auferstanden nach der Schrift. "Der Tod und die Auferstehung Jesu sind wirklich das Herz unserer Hoffnung. Ohne diesen Glauben an den Tod und die Auferstehung Jesu ist unsere Hoffnung schwach, sie ist nicht einmal eine wirkliche Hoffnung. Es sind grade der Tod und die Auferstehung Jesu, die das Herz unserer Hoffnung sind. […] Leider wurde oft versucht, den Glauben an die Auferstehung Jesu zu verdunkeln, und auch unter den Gläubigen selbst wurden Zweifel erweckt. Das ist ein ‚Rosenwasserglaube’, wie wir sagen. Das ist kein starker Glaube.“

Diese ‚Verwässerung’ des Glaubens sei aus Oberflächlichkeit geschehen, oder aus Gleichgültigkeit in einer Zeit, in der die Menschen mit tausend Sachen beschäftig seien, die sie für wichtiger hielten als den Glauben, so Franziskus. Dabei sei es gerade die Auferstehung, die den Christen die größte Hoffnung eröffne - denn sie öffne das Leben zur ewigen Zukunft Gottes hin, zur vollen Freude und zur Gewissheit, dass das Böse und die Sünde besiegt werden können. Es gebe zwei Arten, diesen Glauben zu bezeugen: Das Glaubensbekenntnis mit einprägsamen Formeln, die auf das Zentrum des Glaubens hinweisen und die Erzählung der Auferstehung und ihrer Fakten. Auf diesen zweiten Punkt ging Franziskus näher ein: "Zunächst einmal stellen wir fest, dass die ersten Zeugen dieses Ereignisses die Frauen waren. […] Die Frauen werden von der Liebe angetrieben und sie wissen diese Botschaft mit Glauben anzunehmen: Sie glauben und sie geben die Botschaft sofort weiter, sie behalten sie nicht für sich – sie geben sie weiter. Die Freude darüber, dass Christus lebt, die Hoffnung erfüllt ihre Herzen, das können sie nicht für sich behalten. Und so sollte es auch in unserem Leben sein. Spüren wir die Freude, Christen zu sein! Wir glauben an einen Auferstandenen, der das Böse und den Tod besiegt hat!"

Der wertvollste Schatz der Christen

Christen hätten den Mut, ‚herauszutreten’ um diese Freude und dieses Licht an alle Orte ihres Lebens zu bringen. Die Auferstehung Christi sei die größte Sicherheit, der wertvollste Schatz der Christen – ein Schatz, nicht nur für einen selbst, sondern um weitergegeben zu werden. Hier richtete Franziskus einen besonderen Appell an die Frauen: "Die ersten Zeugen der Auferstehung sind die Frauen. Und das ist schön, das ist ein bisschen auch die Mission der Frauen, der Mütter, der Großmütter: Zeugnis ablegen gegenüber den Kindern, den Enkeln. Dass Jesus lebt, dass er auferstanden ist. Mütter und Frauen: macht weiter mit diesem Zeugnis!“

Dass die Frauen laut Evangelium die ersten Zeugen der Auferstehung Jesu sind, ist laut Franziskus ein Beweis dafür, dass die Evangelien nicht erfunden seien: Frauen und Kinder hätten nach dem damaligen jüdischen Recht nämlich keine Glaubwürdigkeit als Zeugen besessen. Damals wie heute spielten Frauen hingegen eine besondere Rolle bei der Verkündigung des christlichen Glaubens. Den Glauben zu bezeugen und weiterzugeben, das war auch ein besonderes Anliegen des Papstes den jungen Leuten gegenüber: "Euch sage ich: Tragt diese Sicherheit weiter, der Herr lebt und er geht im Leben an unserer Seite. Das ist eure Mission. Gebt diese Hoffnung weiter. Seid verankert in dieser Hoffnung, diesem Anker im Himmel. Haltet die Kette fest, seid verankert und tragt diese Hoffnung weiter. Ihr, Zeugen Jesu, tragt das Zeugnis weiter, dass Jesus lebt und dass uns das Hoffnung gibt und dass es der Welt Hoffnung gibt, die ein bisschen alt geworden ist aufgrund der vielen Kriege, des Schlechten und der Sünde. Los geht’s, ihr jungen Leute!"

Die deutschsprachigen Pilger grüßte der Papst mit folgenden Worten: "Mit Freude grüße ich alle Pilger und Besucher deutscher Sprache. Der auferstandene Christus ist auch unter uns gegenwärtig. Wir können ihn wahrnehmen im Hören auf sein Wort, mit dem er uns den Weg weist, der zum Leben führt. Er ist gegenwärtig in der Eucharistie und er begleitet uns in unseren Werken der Nächstenliebe. Lassen wir uns von seiner Liebe verwandeln. Euch allen wünsche ich eine gnadenreiche Osterzeit!"
 

(rv)

Live: Domwallfahrt 2018

DOMRADIO.DE überträgt die Höhepunkte der Domwallfahrt live im Web-TV.

Sonderseite zur DBK-Vollversammlung

Die deutschen Bischöfen treffen sich ab Montag in Fulda: Themen sind u.a. die neue Missbrauchsstudie und der Weltjugendtag in Panama.

Live: Vollversammlung der Bischofskonferenz

Gottesdienste und Pressekonferenzen im Live-Stream!

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Aktuell: Aufarbeitung von Fällen sexuellen Missbrauchs.

DOMRADIO.DE auch auf Alexa

Gottesdienste, Nachrichten und das Evangelium – jetzt täglich auch auf Ihrem Echo und Echo Show!

DOMRADIO in Berlin und Brandenburg

Ab sofort auf DAB+ auch in Berlin und Brandenburg: Das Kölner DOMRADIO!

Mit Willibert in die Heilige Stadt

Im November 2019 ist es soweit: Erkunden Sie das ehrwürdige Rom auf dieser Pilgereise mit dem Rom-Kenner Willibert Pauels, Karnevalsfreunden und DOMRADIO.DE Besuchern auch bekannt als "ne Bergische Jung"!

Der gute Draht nach oben!

Tageskalender

Radioprogramm

  • Tageskalender
  • 25.09.
06:00 - 06:30 Uhr

DOMRADIO Morgenimpuls

06:30 - 10:00 Uhr

DOMRADIO Der Morgen

  • Studie zu Missbrauch in der katholischen Kirche wird vorgestellt
  • Eröffnung der Al Nour Moschee in Hamburg steht bevor
  • Reaktionen der Gemeinden auf den Missbrauchsskandal
10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

  • Missbrauchs-Skandal: Das sagt die Netz-Gemeinde
  • Apfelernte mit Kindern
  • Tag der Zahngesundheit
10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

  • Missbrauchs-Skandal: Das sagt die Netz-Gemeinde
  • Apfelernte mit Kindern
  • Tag der Zahngesundheit
15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

  • Missbrauchsstudie der Bischöfe - Zahlen, Fakten, Konsequenzen
15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

  • Missbrauchsstudie der Bischöfe - Zahlen, Fakten, Konsequenzen
19:00 - 22:00 Uhr

DOMRADIO Der Abend

  • Missbrauchsstudie der Bischöfe - Zahlen, Fakten, Konsequenzen
22:00 - 22:30 Uhr

DOMRADIO Nachtgebet

Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Programmtipps

  • Dom zu Fulda: Hier finden die Gottesdienste der Vollversammlung statt
    26.09.2018 07:30
    Gottesdienst

    Herbst-Vollversammlung der Deu...

  • Lukasevangelium
    26.09.2018 07:50
    Evangelium

    Lk 9,1–6

  • Papst Paul VI. und Patriarchen Athenagoras I. hoben Exommunikationen auf
    26.09.2018 09:10
    Anno Domini

    Papst Paul VI.

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…

Empfangsanleitung zum Ausdrucken

Gemeinsam für das Mehr im Menschen

Berufungspastoral im Erzbistum Köln: Dein Platz in Kirche und Welt.

Das ganze Leben

Hilfsangebote der Kirche im Erzbistum Köln.

Der tägliche Impuls von Weihbischof Puff

Weihbischof Schwaderlapp beantwortet Glaubensfragen