24.11.2014

Europaabgeordneter Liese zum Papstbesuch "Sein Name ist Programm"

Der Europaabgeordnete Peter Liese erwartet von Papst Franziskus wichtige Impulse zum Umweltschutz. Der CDU-Politiker blickt im domradio.de-Interview auf den Besuch von Franziskus im europäischen Parlament in Straßburg.

domradio.de: Es steht hoher Besuch an, was sagen Sie dazu?

Peter Liese (Vorsitzender der Arbeitsgruppe Bioethik der EVP/ED-Fraktion und Mitglied des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken): Ich freue mich riesig, dass Papst Franziskus im europäischen Parlament eine Rede halten wird. Ich glaube, das ist ein ganz tolles Zeichen. Er wird von den meisten Kollegen sehr freudig empfangen werden. Es gibt einzelne Kritiker, aber ich glaube, die allermeisten freuen sich wie ich auf den Besuch. Ich erwarte mir ein klares Bekenntnis zum Europa der Werte. Wir arbeiten zurzeit an wichtigen Themen in Sachen Umweltschutz. Der Papst bereitet eine Enzyklika zum Thema Bewahrung der Schöpfung vor. Er wird uns sicherlich wichtige Impulse geben.

domradio.de: Findet der Papst aufgrund seiner Autorität eigentlich überall Gehör?

Liese: Ich glaube seine Stimme hat Gewicht. Noch stärker vielleicht als in der Vergangenheit bei anderen Päpsten, weil er ja auch zeigt, dass er Probleme in der Kirche erkennt und an diesen Problemen arbeiten wird. Gerade sein Bekenntnis für die Armen und sein Name ist Programm. Das spricht auch Leute an, die vielleicht in der Vergangenheit von der katholischen Kirche sich nicht so hätten etwas sagen lassen.

domradio.de: Sie sind schon seit Jahren im Europa-Parlament, haben es christliche Positionen im Parlament sehr schwer?

Liese: Ein ehemaliger Kollege, Bernd Posselt, hat einmal gesagt: Europa ist weder Drache noch Drachentöter - es ist nicht einfach. Weil wir aus dem sogenannten christlichen Abendland gemeinsam kommen und weil gerade die Gründerväter nach dem Zweiten Weltkrieg überzeugte Christen waren, heißt das nicht automatisch, dass sich christliche Positionen heute durchsetzen. Aber auf der anderen Seite heißt das auch nicht, dass wir keine Chance haben. Es gibt immer wieder ein Ringen um die richtige Position und wenn Christen und kirchliche Organisationen sich einbringen, haben wir auch immer wieder Chancen, Erfolge zu erringen.

Das Interview führte Ingo Brüggenjürgen.

(DR)

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