26.02.2013

Hunderte Pilger aus Bayern zur letzten Generalaudienz des Papstes in Rom erwartet Weiß-blauer Abschiedsgruß für Benedikt

Es wird ein letzter Gruß aus der Heimat: Trachtler, Gebirgsschützen und Blasmusiker, weiß-blaue Fahnen und so manch bekanntes Gesicht.

Wenn sich der heimatverbundene Benedikt XVI. am Mittwochvormittag bei seiner letzten Generalaudienz von den Gläubigen verabschiedet, wollen ihm auch Hunderte Pilger aus dem Freistaat noch einmal ein wenig bayerisches Flair auf den Petersplatz bringen. Am Donnerstagabend will Benedikt sich dann aus der Öffentlichkeit zurückziehen.

Anders als noch zum 85. Geburtstag des Papstes im vergangenen Jahr, als der Vatikan fest in weiß-blauer Hand war, werden sich die bayerischen Pilger am Mittwoch gehörig anstrengen müssen, um auf sich aufmerksam zu machen. Zwar reisen ganze Busladungen aus Bayern an - doch zur Abschiedsaudienz werden bis zu 250.000 Römer, Pilger und Schaulustige erwartet.

Allein über das Bayerische Pilgerbüro haben innerhalb von nur einer Woche fast 400 Menschen die Sonderpilgerreise in die Ewige Stadt gebucht: Am frühen Dienstagmorgen starteten vier Busse des Pilgerbüros mit rund 200 Menschen an Bord in Richtung Rom, die andere Hälfte hatte Flüge in die Ewige Stadt gebucht. Hunderte Pilger haben sich auch aus dem Chiemgau angesagt, wo Joseph Ratzinger seine Kindheit und Jugend verbracht hat.

Die Gebirgsschützen kommen

Wie schon bei der Amtseinführung des Papstes und vielen Audienzen im Lauf des fast achtjährigen Pontifikats Benedikts werden optisch vor allem Gebirgsschützen in ihren Uniformen sowie zahlreiche Trachtler für eine bayerische Note auf dem Petersplatz sorgen. Allein die Gebirgsschützen werden mit 100 Mann vertreten sein. Zu ihnen hat der Papst eine besondere Verbindung: Ratzinger wurde 2002 noch als Kurienkardinal Ehrenmitglied der Tegernseer Gebirgsschützen-Kompanie. Für die passenden Klänge soll eine oberbayerische Blaskapelle sorgen.

Keine Schwierigkeiten, dem Papst Grüße aus der Heimat zu überbringen, wird Horst Seehofer (CSU) haben. Der bayerische Ministerpräsident wird am Mittwoch nicht nur einer von vielen bei der Generalaudienz sein. Er und seine Frau Karin dürfen anschließend im Apostolischen Palast den Papst auch noch ein letztes Mal persönlich treffen.

Auch mehrere Städte, in denen Joseph Ratzinger gelebt und gewirkt hat, schicken offizielle Delegationen zum Abschied nach Rom. Die Erzdiözese München und Freising, deren Oberhirte Ratzinger vor seiner Berufung nach Rom war, wird von einer Abordnung mit Kardinal Reinhard Marx an der Spitze vertreten.

Doch auch Pilger aus anderen Teilen Deutschlands streiften am Dienstag schon durch die Straßen von Rom und deckten sich in den Andenkenläden rund um den Petersplatz mit Papst-Benedikt-Souvenirs ein. Neben den üblichen Rosenkränzen, Kerzen, Lesezeichen und Dosen mit dem Konterfei des Papstes haben die Händler auch ganz neue Andenken im Angebot: Postkarten mit dem Text der Rücktrittserklärung sowie Bilder und Medaillen mit Anfangs- und Enddatum des Pontifikats.

Papstbruder: Pontifikat Benedikts wird lange nachwirken

Das Pontifikat von Papst Benedikt XVI. wird nach Ansicht seines Bruders Georg Ratzinger in Bayern noch lange nachwirken. Bleiben werde die "gute Erinnerung von Menschen, die eine persönliche Begegnung mit dem Papst hatten und die mittelbar oder unmittelbar mit dem bayerischen Papst Kontakt hatten", sagte Ratzinger im Bayerischen Rundfunk. Allerdings gehe mit Benedikts Abschied auch eine besondere "päpstliche Nähe" der Menschen in Bayern zu Ende.

Als bewegende Momente des Pontifikats blieben ihm die großen Gottesdienste mit in Erinnerung, sagte Georg Ratzinger. Hier habe man gesehen, dass Kirche "nicht ein kleines Häufchen ist, sondern dass viele Menschen der Kirche anhängen und von dort Hilfe und Lebensorientierung erfahren".

 

Petr Jerabek
(dapd)

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