10.02.2013

Papst und Kardinäle beraten Heiligsprechungen Neue Vorbilder im Glauben

Wer folgt der bayerischen Mystikerin Anna Schäffer und den sechs anderen, die im Oktober 2012 in Rom heiliggesprochen wurden? Darüber berät das vom Papst einberufene Konsistorium zum offiziellen Abschluss mehrerer Heiligsprechungsverfahren.

Am Montag (11.02.2013) will Benedikt XVI. den Rat der in Rom anwesenden Kardinäle zu drei zuletzt von der Heiligsprechungskongregation abgeschlossenen Prozessen hören. Es handelt sich um den seligen Märtyrer Antonio Primaldo und seine Gefährten, die 1480 im süditalienischen Otranto von Muslimen getötet wurden. Sie hatten sich nach dem Fall ihrer Stadt geweigert, zum Islam überzutreten.

Weiter geht es um zwei Ordensgründerinnen. Die selige Kolumbianerin Laura di Santa Caterina da Siena Montoya y Upegui (1874-1949) gründete die "Kongregation der Missionarinnen von der seligen unbefleckten Jungfrau Maria und der heiligen Katharina von Siena". Der Vatikan hatte am 20. Dezember ein Wunder auf ihre Fürsprache bestätigt. Gleiches gilt für die Mexikanerin Maria Guadalupe Garcia Zavala (1878-1963), Mitbegründerin der "Kongregation der Dienerinnen der heiligen Margherita Maria und der Armen". Ein Termin für die drei Heiligsprechungen, die alle in Rom erfolgen, steht noch nicht fest.

Rund 7.000 Selige und Heilige

Die Heiligsprechung ist in der katholischen Kirche eine feierliche Erklärung des Papstes über das vorbildlich christliche Leben eines Menschen und über seine endgültige Aufnahme zu Gott. Nach dieser «Kanonisation», die während eines Festgottesdienstes vollzogen wird, darf die betreffende Person weltweit verehrt werden.

Der Heiligsprechung geht ein kirchlicher Prozess voraus, der über mehrere Instanzen führt. Dabei muss nachgewiesen werden, dass durch die Fürsprache des oder der Betroffenen Wunder geschehen sind. Das gilt allerdings nicht für Menschen, die als Märtyrer, also wegen ihres Glaubens, gestorben sind.

Vor einer Heiligsprechung steht die Seligsprechung. Bei ihr wird nur eine regionale Verehrung des Seligen zugelassen. In der Kirche wurden anfangs die Heiligen ohne förmlichen Prozess anerkannt. Weil es dabei zu Übertreibungen und Parteilichkeiten kam, zog der Papst den Vorgang an sich. Der erste von einem Papst Heiliggesprochene war Bischof Ulrich von Augsburg im Jahr 993. Das Gesamtverzeichnis der Seligen und Heiligen der katholischen Weltkirche ("Martyrologium romanum") nennt rund 7.000 namentlich bekannte Selige und Heilige.

(KNA)

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