Papst Benedikt XVI.
Papst Benedikt XVI.

11.01.2013

Das dichte Papst-Programm im achten Amtsjahr Zwischen Rom und Rio

Weltfriedenstag, Kindertaufe in der Sixtina, Bischofsweihen und schließlich seine Rede vor den Diplomaten – der Papst ist mit einem dichten Programm ins neue Jahr gestartet. Auch 2013 wird sich Benedikt XVI. nur wenig schonen.

In seinem achten Pontifikatsjahr will Benedikt XVI., der am 16. April 86 Jahre alt wird, aufs Reisen nicht völlig verzichten. Zwar ist es noch nicht offiziell; inzwischen gilt aber als sehr wahrscheinlich, dass der Papst im Sommer zum Weltjugendtag nach Rio de Janeiro reist. Wohl wird er seine Teilnahme auf Kerntermine beschränken: die Begrüßungsveranstaltung, vielleicht den Kreuzweg, die nächtliche Gebetswache und die Schlussmesse am 28. Juli. Vermutlich kommt eine Begegnung mit Politikern zustande, wohl kaum dagegen ein Professorentreffen wie beim Madrider Jugendtag 2011 im Kloster Escorial. Dass Benedikt XVI. auf der Hin- oder Rückreise noch andere Orte besucht, ist wenig wahrscheinlich. Jedoch wird er mutmaßlich - wie schon bei seiner Mammutreise ins australische Sydney - sich nach der Ankunft erst eine kurze Erholungsphase gönnen.

Benedikt XVI. absolviert ein geregeltes Tagesprogramm. Er nutzt Hilfsmittel wie Gehstock und Fahrpodest, und offensichtlich erlaubt ihm seine Gesundheit so weiterhin das umfangreiche Arbeitspensum. Ob er 2013 weitere Auslandsreisen unternehmen wird, darüber gibt es derzeit nur Spekulationen. Insider halten einen Besuch innerhalb Europas für möglich. Genannt werden etwa die 1.150-Jahr-Feiern der Slawenapostel Kyrill und Method in der Slowakei oder die im Vorjahr abgesagte Reise nach Irland. Andere sehen eher eine Reise in die Ukraine. Als unwahrscheinlich gilt eine zunächst angedachte Visite in Nis (Nisch): Die serbische Stadt erinnert im Kaiser-Konstantin-Jahr an die sogenannte Mailänder Vereinbarung ihres größten Sohnes vor 1.700 Jahren.

Unbekannt ist auch noch, ob der frühere Professor Joseph Ratzinger nach seinem dreibändigen Jesusbuch an einem weiteren theologischen Werk arbeitet. Konkreter scheinen dagegen Pläne für eine neue Enzyklika zum Thema Glauben. Der ursprünglich geplante Termin Ende Januar dürfte kaum mehr realistisch sein. Vermutlich aber soll sie noch im bis zum 24. November dauernden "Jahr des Glaubens" erscheinen, womöglich bereits um die Osterzeit.

Piusbrüder und "Vatileaks"-Affäre

Weiter wird der Vatikan die Einigungsbemühungen mit den traditionalistischen Piusbrüdern im Blick behalten. Nach wie vor steht deren Antwort zur "Lehrmäßigen Präambel" vom September 2011 aus, die der Vatikan ihnen zum Abschluss eines zweijährigen Dialogs zur Unterschrift vorgelegt hatte. Die Priesterbruderschaft wird darin zur Annahme des vollständigen kirchlichen Lehramts einschließlich des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) angehalten; im Einigungsfall könnte sie den Rang einer Personalprälatur erhalten. Der Vatikan hat seine mehrfach gesetzte Frist zuletzt überraschend erneut verlängert. Ob der neue Präfekt der Glaubenskongregation, Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, die Klärung dauerhaft offen lässt, gilt als unwahrscheinlich.

Müller dürfte beim nächsten Konsistorium - vermutlich im Spätherbst - den Kardinalspurpur erhalten. Ebenfalls für den Herbst erwarten polnische Kirchenkreise eine Heiligsprechung ihres seligen Landmanns Johannes Paul II. (1978-2005). Für die gleiche Zeit erhoffen andere die Seligsprechung von Konzilspapst Paul VI. (1963-1978), der damit noch im "Jahr des Glaubens" - das ja dem Konzilsbeginn gewidmet ist - zur Ehre der Altäre gelangen würde. Beides sei Spekulation, heißt es im Vatikan; zudem sei eine zeitliche Zusammenlegung beider Ehrungen wenig sinnvoll.

Auch die "Vatileaks"-Affäre haben Beobachter weiter im Blick. Auch wenn der frühere Papst-Butler Paolo Gabriele überführt, verurteilt und inzwischen schon wieder begnadigt ist, bleiben viele Fragen zu dessen Geheimnisverrat offen.

Johannes Schidelko
(KNA)

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