Pilger auf der Via Dolorosa (Archivbild)
Pilger auf der Via Dolorosa (Archivbild)

02.04.2021

Heiliglandchristen ziehen über die Via Dolorosa in Jerusalem 14 Stationen

Hunderte einheimische Christen und Ordensleute haben sich am Freitag zur traditionellen Kreuzwegsprozessionen in der Jerusalemer Altstadt versammelt. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie waren keine ausländischen Pilgergruppen dabei.

Bei regnerisch-kühlem Wetter zogen die Gläubigen entlang der Via Dolorosa, um die 14 Stationen des Leidenswegs Jesu von seiner Verurteilung bis zur Kreuzigung und zum Grab nachzugehen. Anders als in den Vorjahren schlossen sich die arabischsprachigen Jerusalemer Katholiken dem Kreuzweg der Franziskanerkustodie an. Die israelische Polizei sicherte den Zugweg.

Kreuzabnahme und Grablegung

Üblicherweise kommen am Karfreitag tausende Pilger nach Jerusalem, um den Kreuzweg Jesu zu gehen. Er endet an der Grabeskirche, an der sich insgesamt sechs Konfessionen nach genauem Zeitplan mit ihren Gottesdiensten abwechseln. Im vergangenen Jahr hatte die Prozession wegen geltender Covid-19-Schutzmaßnahmen ohne Beteiligung der Gläubigen stattgefunden. Lediglich Franziskanerkustos Francesco Patton zog mit drei weiteren Franziskanern über die abgeriegelte Via Dolorosa.

Die im sogenannten Status quo aus dem 19. Jahrhundert festgeschriebene Regelung verbietet jede Veränderung der Ordnung und ist auch der Grund, warum die katholische Osternachtsfeier in der Grabeskirche bereits am frühen Samstagmorgen gefeiert wird. Am Freitagabend wird die seit Jahrhunderten von den Franziskanern gepflegte Tradition der Kreuzabnahme und Grablegung gefeiert: Dazu wird auf dem Golgota-Hügel eine hölzerne Jesusfigur vom Kreuz abgenommen, auf dem Salbstein gesalbt und zum Grab getragen.

Orthodoxes Ostern und Feste anderer Religionen

Aufgrund verschiedener Kalendersysteme begehen die Ostkirchen Ostersonntag in diesem Jahr erst am 2. Mai. Als Höhepunkt der ostkirchlichen Feiern in Jerusalem gilt dabei die über 1.200 Jahre alte Liturgie des "Heiligen Feuers" am Samstagmittag (1. Mai). Nach orthodoxem Volksglauben entzündet sich auf wundersame Weise eine Flamme an der als Grab Christi verehrten Kapelle. Das Feuer wird anschließend an die Gläubigen weitergereicht.

Am Samstagabend endet in diesem Jahr zudem das einwöchige jüdische Pessachfest, das an den Auszug der Israeliten aus Ägypten erinnert. Der muslimische Fastenmonat Ramadan fällt in diesem Jahr ebenfalls ins Frühjahr und beginnt voraussichtlich am Abend des 12. April.

(KNA)

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